You stole your child from me (2)

My babies!

You laid next to me and I couldn’t do anything for you, neither for you nor for me. “Mom, why are you just lying there and not building a nest for us? Why don’t you play with us? Don’t you love us?”, you seem to be asking. But it’s because I couldn’t help it. But my martyrdom did not begin when you were born, but a long time before that. I was chosen to have babies. All others are slaughtered after 6 months of suffering, but I was allowed to live longer. What a farce!

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Ihr habt mir mein Kind gestohlen (2)

Meine Babies!

Ihr lagt neben mir und ich konnte nichts für Euch tun, weder für Euch, noch für mich. „Mama, warum liegst Du einfach nur da und baust uns kein Nest? Warum spielst Du nicht mit uns? Hast Du uns nicht lieb?“, schient ihr zu fragen. Aber es ist, weil ich nicht anders konnte. Doch mein Martyrium begann nicht erst mit Eurer Geburt, sondern bereits lange Zeit davor. Ich wurde auserkoren, Babies zu bekommen. Alle anderen werden nach 6 Monaten Leidenszeit geschlachtet, aber ich durfte länger leben. Was für eine Farce!

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Ihr habt mir mein Kind gestohlen (1)

Mein liebstes Kind!

Ich bin eine Mutter, Deine Mutter, und doch hatte ich nie wirklich Mutter sein dürfen. Ja, ich habe Dich zur Welt gebracht. Es war der schönste Tag meines Lebens. Davor, da stand ich nur im Stall, angekettet, ohne je die Sonne sehen zu dürfen oder mir den Wind um die Nase wehen lassen zu können. Doch dann merkte ich, dass ich bald ein Baby bekommen wurde. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie sehr ich mich gefreut hatte. Es würde zwar nichts an meiner Lage ändern, aber da wäre endlich jemand, den ich umsorgen könnte. Ich wäre nicht mehr alleine.

Dann war es soweit. Du kamst aus meinem Körper. Hilflos lagst Du neben mir und ich begann Dich abzuschlecken. Ich sog Deinen Geruch in mich ein. Es war der schönste auf der ganzen Welt. Ich war so unendlich glücklich. Du und ich, das war von Anfang an etwas ganz Besonderes. Ich sprach Dich an und Du antwortetest Du mir. Unter all den anderen Babies hätte ich Deine Stimme immer herausgehört. Sie war einzigartig, so wie Du. Dann versuchtest Du Dich aufzurichten. Vorsichtig stelltest Du Dich auf die Beine. Es klappte. Du warst zwar noch recht wackelig, aber Du fielst nicht mehr um. Nein, wir würden nicht auf der Weide herumtoben und spielen können, dessen war ich mir sicher. Das hätten die Menschen nicht erlaubt, aber das war nicht mehr so schlimm, so lange wir zusammen waren.

Doch das Glück währte nur kurz, denn sie kamen, um Dich zu holen. Ich fühlte mich wie vor den Kopf geschlagen. Als erst sorgten die Menschen dafür, dass ich ein Baby bekam, nur um es mir dann wegzunehmen. Ich verstand es nicht, nur, dass sie Dich auf eine Schubkarre schmissen und mit Dir davon fuhren. Mir zerriss es fast das Herz, als ich mitansehen musste, dass Du weggebracht wurdest. Zum ersten Mal in meinem Leben begann ich zu randalieren. Ich musste hier weg, musste zu Dir. Verzweifelt und mit der Kraft der Liebe gewappnet riss ich an meiner Kette, doch es nützte nichts. Ich war nicht stark genug. Die Kette hielt und Du warst fort. Von Ferne hörte ich Deine klagenden Rufe, denen ich antwortete. Ich konnte es nicht glauben. Ja, die Menschen hatten mich hier eingesperrt, aber niemals hätte ich gedacht, dass sie so grausam sein könnten. Doch ich hatte es erlebt. Ich schrie mir fast die Seele aus dem Leib, nach Dir. Tag und Nacht, bis ich vor Erschöpfung einschlief. Von da an kamen sie jeden Tag und nahmen mir meine Milch weg, Deine Milch. Und langsam begann ich zu begreifen. Sie hatten uns voneinander getrennt, um die Milch zu bekommen, die für Dich bestimmt ist, damit Du groß und stark wirst. Aber warum konnten sie sie nicht teilen? Es wäre doch genug dagewesen, so prall und voll, wie sich meine Brüste anfühlten, genug für sie, damit sie, wer weiß was damit machten, und für Dich, mein Kind. Aber sie wollten alles für sich alleine. Irgendwann war da nur mehr die Trauer. Was wohl aus Dir geworden war? Du warst ein Mädchen. Es würde Dir wohl genauso ergehen wie mir, wenn Du alt genug warst. Wärst Du ein Bub gewesen, dann hätten sie Dich ganz schnell ermordet, denn Buben haben keinen Wert. Sie geben nicht die Milch, die die Menschen haben wollen, Milch, die für mein Baby gedacht ist. Wie sehr würde ich mir wünschen, dass Du ein anderes Leben führen könntest als ich. Aber dazu müssten die Menschen aufhören uns unsere Milch wegzutrinken. Ich habe auch gehört, dass sie ihnen gar nicht gut tut. Sie machen es trotzdem.

Dann begannen meine Brüste zu schmerzen. Ich hatte eine Euterentzündung, die so schlimm war, dass sie meine Milch nicht mehr brauchen konnten. Dann wurde ich aus dem Stall geführt. Zum ersten Mal in meinem Leben durfte ich die Sonne sehen und mir den Wind um die Nase wehen lassen, zum ersten und letzten Mal, denn sie hatten mich bloß aus dem Stall geholt, um mich zum Schlachthof zu bringen, denn ich war auch nichts mehr wert.

Ich habe von Menschen gehört, die sich dafür einsetzen, dass die Babies bei den Müttern bleiben dürfen, weil sie meinen, dass die Milch für die Kinder ist. Ich hoffe, Du wirst es noch erleben, dass es so sein wird und Dir Deine Kinder nicht weggenommen werden.

In Liebe,
Deine Mama

You stoly my child from me (1)

My dearest child!

I am a mother, your mother, and yet I was never really allowed to be a mother. Yes, I gave birth to you. It was the best day of my life. Before that, I just stood in the stable, chained, without ever being able to see the sun or let the wind blow around my nose. But then I realized that I was going to have a baby soon. You can’t imagine how happy I was. It wouldn’t change anything in my situation, but there would finally be someone I could look after. I wouldn’t be alone anymore.

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Blood, Blood everywhere

We sit in the cave and stare at the wall, not tied up, at least not by physical shackles, but held by conventions, social agreements and apparent inevitability. We do not move so that we can give ourselves the illusion that we are bound by shackles. Only when we moved would we notice that there are no shackles. Illusion of a perfect world in view of the downfall, because the pictures tell us. No, it’s not bad, it’s good. We just have to keep going like we did before. Do not let yourself be distracted from the previous path that was successful. All live in prosperity. All have a refrigerator and a car and a television. If you don’t have it, it’s your own fault. A path of success if you just sit well and stay true to the illusion.

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Blut, überall Blut

Wir sitzen in der Höhle und starren an die Wand, nicht angebunden, zumindest nicht durch physische Fesseln, sondern gehalten durch Konventionen, soziale Abmachungen und scheinbare Unausweichlichkeiten. Wir bewegen uns nicht, damit wir uns der Illusion hingeben können, wir wären durch Fesseln gebunden. Erst, wenn wir uns bewegten, würden wir bemerken, dass es keine Fesseln gibt. Illusion von heiler Welt in Anbetracht des Unterganges, weil es uns die Bilder sagen. Nein, es ist nicht schlimm, sondern gut. Wir müssen nur immer so weitermachen, wie bisher. Nicht ablenken lassen vom bisherigen Weg, der doch erfolgreich war. Alle leben im Wohlstand. Alle haben einen Kühlschrank und ein Auto und einen Fernseher. Wer es nicht hat, ist selbst schuld. Ein Weg der Erfolgreichen, wenn man nur brav sitzen und der Illusion treu bleibt.

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Unaesthetized

There is no escape, not for her and not for all the others, hundreds of their companions. From the beginning she had no chance, she and all the others, because she had been born as slaughter cattle. It was decided. It was decided for her that she should be born to be murdered. Fattened up quickly. It only takes a few months. Too short a lifetime. But that was why she was born to serve the people. It was their property, with which they could do whatever they wanted. What is more, God himself had sanctioned it, had said that man could deal with other creatures as he wished. At least that’s what they say.

But what kind of God is that who approves of other living beings being brutally massacred? What kind of religion is it that demands that our fellow creatures be subjected to unnecessary torments?

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Unbetäubt

Es gibt kein Entrinnen, für sie nicht und auch nicht für all die anderen, hunderte ihrer Gefährt*innen. Von Anfang an hatte sie keine Chance, sie, und all die anderen, denn sie war als Schlachtvieh geboren worden. Es war beschlossen. Für sie wurde es beschlossen, dass sie auf die Welt kommen sollte, um ermordet zu werden. Zügig gemästet. Es dauert nur wenige Monate. Eine allzu kurze Lebenszeit. Aber deshalb war sie auf die Welt gekommen, um den Menschen zu dienen. Sie war ihr Eigentum, mit dem sie machen durften, was sie wollten. Mehr noch, Gott selbst hatte es sanktioniert, hatte gesagt, dass der Mensch mit den anderen Kreaturen verfahren dürfe, wie er wolle. Zumindest wird es behauptet.

Doch was ist das für ein Gott, der es gutheißt, dass andere Lebewesen grausamst massakriert werden? Was ist das für eine Religion, die es verlangt, dass unseren Mitgeschöpfen unnötige Qualen auferlegt werden?

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Stop Finning – an European Citizens’ Initiative[1]


Imagine you are caught, your arms and legs are cut off, whereupon you, mutilated in this way, are abandoned in a place where you perish miserably. All of this happens with full awareness. A horror show that comes from a particularly macabre thriller? Not at all. Because this is what happens to around 273 million sharks every year. The fins of the captured sharks are cut off and the rest of the animal body is thrown back into the sea. During this procedure, the animals are fully conscious and, unable to swim, sink to the sea floor, where they bleed to death or suffocate. This way of transporting the shark fins is particularly space-saving. But why is this practiced?

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Stop Finning – eine europäische Bürgerinitiative[1]

Stell Dir vor, Du wirst gefangen, Dir werden Arme und Beine abgetrennt, woraufhin Du, derart verstümmelt, an einem Ort ausgesetzt wirst, an dem Du elend zugrunde gehst. All das geschieht bei vollem Bewusstsein. Eine Horrorvorstellung, die aus einem besonders makabren Thriller stammt? Mitnichten. Denn derart wird jedes Jahr mit rd. 273 Millionen Haien verfahren. Den erbeuteten Haien werden die Flossen abgeschnitten und der restliche Tierkörper wird zurück ins Meer geworfen. Die Tiere sind während dieser Prozedur bei vollem Bewusstsein und sinken, nicht mehr schwimmfähig, auf den Meeresboden ab, wo sie verbluten oder ersticken. Diese Art des Transports der Haiflossen ist besonders platzsparend. Aber warum wird das praktiziert?

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