Ignorant, ignoranter, Mensch

„Der Veganismus gehört zu den großartigsten, schönsten und sanftesten Entdeckungen der Menschheit, denn er bietet die Möglichkeit, zu leben, ohne Tiere zu töten oder zu quälen, er befreit vom Zwang, zu leugnen und zu verdrängen, er tut niemandem etwas zuleide und setzt mit alledem gewaltige Energien frei. Und nebenbei gesagt: Leichter und billiger lässt sich der Planet kaum retten.“ (ZEIT-Magazin)

Alles spricht dafür, nichts dagegen.

Vegan zu leben bedeutet, kein Leid zu verursachen.

Vegan zu leben bedeutet, die Natur zu schützen und nicht länger auszubeuten.

Vegan zu leben bedeutet, den Welthunger besiegen zu können.

Vegan zu leben bedeutet, die Artenvielfalt zu schützen.

Vegan zu leben bedeutet, gesund zu sein.

Alles spricht dafür, nichts dagegen.

Wäre der Mensch tatsächlich intelligent, überlegt, reflektiert und logisch, so wäre es unmöglich zu sagen, ich lebe nicht vegan. Das ist der Mensch aber nicht, sondern er ist vielmehr gesteuert von Hormonen, Trieben und dem Wunsch nach sozialer Angepasstheit, liebt Traditionen und Regeln. Richtig ist nicht das, was nach Zusammentragen aller Fakten, als richtig befunden wird, sondern was die soziale Gruppe macht oder die Autoritäten vorgeben. Wichtiger als jede rationale Überlegung, ist die Zugehörigkeit, sei es die Familie, die Gemeinde oder so etwas gänzlich Absurden, wie einer Nation. Trotz aller Beteuerungen der Individualität und Pochen auf das Recht auf Eigenständigkeit, haben die meisten Menschen kein Problem damit, sich unhinterfragt Gruppenzwängen zu unterwerfen, die sie weder hinterfragt, noch durchdacht haben. Mit großer Freude unterwerfen sie sich Meinungführer*innen, sei es in der Mode, bei den Dingen, die man besitzen muss, damit auch ja keiner auf die Idee käme, man gehörte nicht einer spezifischen sozialen Schicht an oder bei der Art der Lebensführung. Permanent folgen sie irgendwelchen abstrusen Ideologien, die sich irgendwer ausgedacht hat und nun als unumstößlich gelten. Ganz gleich wie sehr sich die Lebenswirklichkeit verändert, sie bleiben dabei. Kurz gesagt, der Mensch ist zumeist rationalen Argumenten nicht zugänglich. Wird man sich dessen einmal bewusst, ist auch klar, warum die meisten Menschen Veganismus ablehnen.

Morden gehört zur Tradition, deshalb tun wir es.

Misshandlung gehört zur Kultur, deshalb tun wir es.

Ausbeutung gehört zu den Werten, deshalb tun wir es.

Unterwerfung gehört zu unseren Grundansichten, deshalb tun wir es.

Das sind die wahren Säulen, auf denen unsere Gesellschaft ruht. Oben und Unten. Herrscher und Beherrschte. Führer und Geführte. Regeln und Konformität. So absurd es anmuten mag, so evident ist es. Deshalb sollten wir uns endlich davon verabschieden, mit Fakten und logischen Argumenten zu arbeiten. Aber was kann man sonst ins Feld führen? Eigentlich müsste man sich damit abfinden, dass die meisten Menschen lernresistent und veränderungsunwillig sind, aus welchen Gründen auch immer. Die einzige Alternative, die mir einfällt ist das Verbreiten appellativer Botschaften durch Menschen, denen andere zu folgen bereit sind. Nicht, weil sie es durchdacht haben, sondern weil sie es glauben. „Wenn der/die das sagt, dann muss es ja wohl stimmen“, ist der Tenor. Meinungsmacher*innen, Führungspersönlichkeiten und ähnlich einflussreiche Persönlichkeiten. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht mehr, zumal die Zeit knapp wird. Eine andere Möglichkeit wäre, all die Versuche, die Menschheit auf diese einfache Art und Weise doch noch zu retten, aufzugeben, sich zurückzulehnen und sich zu denken: „Wenn der Mensch tatsächlich so ist, dann sollten wir hoffen, dass die Menschheit tatsächlich untergeht.“ Auch eine Alternative und wahrscheinlich nicht einmal die Schlechteste, denn ist es die Menschheit wirklich wert, dass man für sie kämpft, sich einsetzt, nach all dem, was sie in der Geschichte aufgeführt hat? Wäre es nicht für alle Beteiligten, die Menschheit selbst, die nicht-menschlichen Mitgeschöpfe, die Natur, das Beste, wenn sich die Erde endlich von der Zerstörungswut des angeblichen intelligentesten Säugetieres erholen könnte? Zu fatalistisch? Man könnte es auch als pragmatisch titulieren.

Zusammengefasst lässt sich sagen, „Werdet vegan oder geht unter.“ Und wofür entscheidest Du Dich?

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