Die Zukunft ist vegan (3): Es kann keine nicht-vegane Zukunft geben

Vegan lebende Menschen sind ebenso wenig perfekt, wie alle anderen auch, aber sie haben eines begriffen – und das hängt wohl auch mit einer besonderen Verbindung zum Leben zusammen, nämlich, dass es möglich ist, die gegebenen Verhältnisse, soziale Bedingtheiten, vorgegebenen Gedankenbahnen, zu verlassen und eigene einzuschlagen. Dazu braucht es nichts weiter, als einen gesunden Mix aus Intelligenz, Kreativität und Durchhaltevermögen. Intelligenz hilft, die Dinge zu verstehen, sie zu begreifen, aber es benötigt einer gewissen Portion an Kreativität Vorgefertigtes zu zerlegen und neu zusammenzusetzen. Die Elemente bleiben die gleichen, weil wir nur die haben, die es gibt. In dem Fall Menschen und ihr Umgang mit der nicht-menschlichen Umwelt. Man zerlegt sie und setzt sie neu zusammen, so dass etwas Neues entsteht. Nicht unbedingt für die Gesamtheit, aber für die/den Einzelne*n.

So sieht man plötzlich, dass die Kuhmama Milch gibt, weil ihr Baby was zu essen braucht. Gras kann es noch nicht fressen und deshalb erzeugt ihr Körper für ihr Baby die Milch. Und dabei ist die Natur so fürsorglich, dass sie die Zusammensetzung genau so gestaltet, dass sie für ein Kuhbaby optimal ist, für die Zeitspanne, bis es eigentständig essen kann. Aber wenn die Milch für das Kuhbaby optimal ist, dann ist sie es nicht für ein Menschenbaby. Vergleicht man die Milch von einer Menschenmutter mit der einer Kuhmutter, dann kommt man drauf, auch dieses ist optimal, für ein Menschenbaby. Muttermilch, egal von welcher Spezies ist für deren Baby und für sonst niemanden. Aber das Wichtigste ist, man sieht, dass es für eine ausgewogene Ernährung gar nicht notwendig ist. Ganz im Gegenteil, es ist ihr sogar abträglich. Ebenso durchschaut man das Eier- und Milchmärchen. Aber wenn viele Menschen eine solche Erkenntnis haben, dann gibt es bald keine Schweine, Hühner, Kühe und Schafe, die für die menschliche Ausbeutung gezüchtet werden. Es gibt sie also nur mehr als Haustiere, die nicht gegessen, sondern nur lieb gehabt werden. Dabei geht es immerhin um stolze 140.000.000.000 Lebewesen. Die braucht man dann auch nicht mehr füttern, was den Großteil der Anbauflächen frei gibt für Gemüse und Obst, frisches Gemüse und Obst, ohne Pestizide, vielleicht auch aus dem eigenen Garten. Die Wälder, vor allem die Regenwälder, müssten nicht mehr gerodet werden, weil wir die Flächen nicht mehr brauchen. Mehr noch, sie könnten sich erholen und mit ihr die heimischen Lebewesen. Die Artenvielfalt würde ihrem Namen wieder gerecht werden. Darüber hinaus müsste das Übermaß an Exkrementen nicht mehr entsorgt werden, so dass sich auch das Wasser wieder erholt. An und im Wasser lebende Tierpopulationen könnten sich wieder erholen. Man könnte Natur und ihre Bewohner hautnah erleben, ohne ihnen ein Leid zuzufügen, sondern vielmehr sich im Miteinander am Leben erfreuen. Es ist eine Vision von Freiheit und Lebenskraft und Verbundenheit. Eigentlich wunderschön. Doch es wird einem sofort schlecht geredet, mit allen möglichen Ausreden – und wir kennen sie alle, deshalb ist es notwendig, neben Intelligenz und Kreativität, auch Durchhaltevermögen zu zeigen, denn nur so kann man sich gegen den Mainstream der Zerstörung und Vernichtung behaupten.

Veganer*innen sind keine perfekten Menschen, weil vegan zu leben ein Weg ist, den man geht. Dabei ist die Ernährung erst der erste Schritt. Wenn man diesen getan hat, dann erkennt man auch viele andere Dinge, die damit zusammenhängen. Schritt für Schritt lernt man. Das ist das schöne daran. Wenn man voneinander lernt, Erkenntnisse, die andere bereits gemacht haben, annimmt, um selber weiter zukommen, dann ist es optimal. Das ist aber ein Unterschied zu jenen, die verzweifelt suchen, was denn die Veganer*innen falsch machen, um dann daraus zu schließen, sie sind nicht perfekt, dann brauche ich gar nicht erst anzufangen. Dabei geht es nicht darum, was andere tun sollen, sondern nur darum, was kann ich dafür tun, dass die Welt ein besserer Ort für alle Lebewesen ist. Und am schönsten ist es, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Deshalb lasst uns zusammen- und füreinander einstehen und uns vor allem von all denen, die den ersten Schritt noch nicht getan haben, nicht beirren. Es ist der beste Weg, den man gehen kann. Also, was hält Dich ab?

Hier geht es zu Teil 4

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