Die Zukunft ist vegan (4): Feminismus ist vegan

Was hält uns davon ab, ein Leben als selbstverständlich anzunehmen, das so gestaltet ist, dass kein Lebewesen unnötig leidet? Dabei ist der Tod am Schlachthof oder auch bei der Hausschlachtung, was aufs selbe herauskommt, weil dieses Mitgeschöpf auf jeden Fall tot sein wird, nur die Spitze des Eisberges. Bevor es zu diesen grauenhaften Morden kommt, müssen diese Lebewesen Monate, wenn nicht Jahre der Misshandlung und Ausbeutung überstehen. Gerade die weiblichen Vertreterinnen kommen zum Handkuss.

Da werden Kühe darauf hin gezüchtet, das mehrfache ihrer natürlichen Milchleistung zu erbringen, ebenso wie Hühner nicht aufhören dürfen Eier zu legen. Gemeinsam ist diesen Lebewesen, dass ihr Körper diese Dinge produziert, um ihre eigenen Kinder zu ernähren. Das ist von der Natur wunderbar geregelt. Diese enormen Leistungen können ihre Körper natürlich nur auf kurze Zeit erbringen, die viel kürzer ist, als ihre normale Lebensspanne. Sie werden schlicht und ergreifend kaputt gemacht. Darüber hinaus werden ihnen ihre Kinder sofort weggenommen. Kälber kommen in Kälberboxen und Eier werden unter einer Wärmelampe ausgebrütet. Es sind allesamt Mütter, die sich um ihre Babies kümmern möchten und darum betrogen werden. Wir beuten sie aus, bis zum Rande der Erträglichkeit und einfach, weil wir es können. Es ist die miserabelste Form der Unterwerfung, die es gab. Davon haben wir genug im Laufe der Geschichte erlebt, so wie die Sklaverei, die Leibeigenschaft oder die Unterdrückung der Frau. Aber egal um welche Art es sich handelt, sie gründet immer auf dem Gedanken, dass jemand gegenüber einem anderen höherwertig ist, der Macht ungestraft ausüben darf, so wie Weiße gegenüber Schwarzen oder Männer gegenüber Frauen. In diesem Fall ist es der Glaube daran, dass die menschliche Spezies mehr wert ist, als irgendeine andere. Die Grundgedanken sind also immer die Gleichen. Jemand gibt sich aus selbsterdachten Gründen das Recht, mit jemand anderen machen zu dürfen, was er will.

So fußt das Recht, Frauen schlechter behandeln zu dürfen als Männer, auf jenem Glauben, dass diese höherwertig sind. Der Feminismus kämpft gegen diesen Glauben, der – wie mittlerweile wohl von den meisten eingesehen wird – jeglicher Grundlage entbehrt. Frauen kennen also die Situation der Unterdrückung und Ausbeutung, die nach wie vor geschieht. Speziell am 08. März, dem Internationalen Weltfrauentag, wird an die anhaltende Ungleichberechtigung gedacht, an Unterdrückung und Ausbeutung. Aber kaum jemand denkt daran, dass Frauen, die sich dem Feminismus verschreiben, jede Form der Unterdrückung und Ausbeutung verurteilen müssten, so sie denn auch nur ein Minimum an Glaubwürdigkeit haben möchten. Dennoch gibt es große schwarze Flecken. Da wird kaum an die Frauen in der sog. Dritten Welt gedacht oder an die Frauen in der Ausbeutungsindustrie. Wäre der Feminismus auch nur halbwegs glaubwürdig, würde er sich gegen jede Form der Unterdrückung einsetzen, denn die Wurzel ist in jedem Fall die gleiche, dass sich der weiße Menschenmann über alle anderen Spezies erhebt, über Menschenfrauen, Tiere und die Natur. Wollen sich die Feministinnen selbst ernst nehmen, dann müssten sie generell vegan sein und jegliche Ausbeutung aufs Schärfste verurteilen, denn wer selbst unterdrückt wird, müsste besonders sensibel für die Mitlebewesen sein, die in der gleichen Situation sind. Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, Solidarität zu beweisen. In Wahrheit ist es jedoch so, dass die Frauenrechtsbewegung von ihren Anfängen bis heute nichts Wichtigeres zu tun zu haben schien, als selbst in den eigenen Reihen diesen Mechanismus fortzusetzen, indem bürgerliche Frauen gegen Frauen aus der sog. Unterschicht antraten, Frauen aus dem Bürgertum sich bevorzugt mit Problemen auseinandersetzten, die einer Frau, die jeden Tag ums nackte Überleben kämpft, als dekadent und präpotent erscheinen müssen. Der Feminismus nimmt sich so gesehen selbst nicht ernst und unterminiert seine eigene Leistungsfähigkeit, doch am gravierendsten ist, das Spiel aus Misshandlung und Mord nicht zu hinterfragen und sich selbst in die Rolle der Unterdrückerin zu setzen, worauf manche Frauen sogar stolz sind, wenn sie Fleischhauerinnen oder Jägerinnen werden. Sie vertauschen das Leben mit dem Tod, die Verbundenheit mit der Natur mit der Entkoppelung, treten heraus aus dem Kreislauf des Lebens und setzen sich selbst an die Spitze. Unter dem Tarnmantel des Feminismus, werden sie die besseren, oft auch brutaleren, Unterdrückerinnen. Deshalb muss Feminismus, der sich selbst versteht, vegan sein oder er ist ein Etikettenschwindel.

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