Leben & leben Lassen

Geschichten zu Veganismus und Aktivismus (ein Hörbuch)

Geschichten, die Mut machen, sich für eine bessere Welt einzusetzen

Als Aktivist*in bzw. Veganer*in fühlt man sich manchmal ziemlich alleine auf der Welt, die man als nekrophil erkannt hat. Diese Geschichten setzen sich mit weitverbreiteten Vorurteilen und Vorwürfen gegen eine aktivistisch-vegane Lebensweise auseinander und sollen Mut machen, sich einzusetzen, für unsere Mitgeschöpfe, unsere Mitmenschen, unseren Planeten und unsere eigene Gesundheit.

Hier könnt ihr reinhören und bestellen

Easter – The Murder Festival

Easter, I always thought, and that’s how I learned it, is the feast of the crucifixion and resurrection of Jesus Christ, the Son of God, the Messiah, who came to earth to redeem people. So much for Christian teaching. That is why people flock together on the Day of Resurrection to praise the one who has overcome death, the last lamb that has been slaughtered. They sit there in awe, listening devoutly to the words of the priest who praises this victim and glorifies it. The church is dumb and humble, the preacher verbose, but while this final conquest of death is celebrated and marveled at, the good news is heard with a frozen expression, even the house of God, as it is so euphemistically called, is full of death than it is it is customary to bring our fellow creatures to this resurrection mass in dead form. There they stand in front of the altar, to which women have no access, the baskets with the bodies of the dead, neatly chopped into pieces and arranged. But not only that the priest doesn’t hunt them to hell with the murder victims, no, it is also blessed. In summary, while celebrating the resurrection and rejoicing that no more sacrifice is necessary, millions of victims are offered. God’s creation is buried while Jesus leaves it. An obvious contradiction that is not seen.

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Ostern – Das Mordsfest

Ostern, so dachte ich immer und so hatte ich es auch gelernt, ist das Fest der Kreuzigung und der Auferstehung Jesu Christi, des Sohnes Gottes, des Messias, der auf die Erde kam, um die Menschen zu erlösen. So weit die christliche Lehre. Deshalb strömen auch die Menschen zusammen, am Tag der Auferstehung, um den zu preisen, der den Tod überwunden hat, das letzte Lamm, das geschlachtet wurde. Ehrfürchtig sitzen sie da und lauschen andächtig den Worten des Priesters, der dieses Opfer lobt und es glorifiziert. Stumm und demütig die Gemeinde, wortgewaltig der Prediger, doch noch während diese endgültige Überwindung des Todes gefeiert und bestaunt wird, die frohe Botschaft mit eingefrorener Miene gehört wird, ist selbst das Gotteshaus, wie es so euphemistisch genannt wird, voll des Todes, denn es ist üblich zu dieser Auferstehungsmesse unsere Mitgeschöpfe in toter Form mitzubringen. Da stehen sie vor dem Altar, zu dem laut CIC Frauen keinen Zutritt haben, die Körbe mit den Körpern der Toten, fein säuberlich in Stücke gehackt und angerichtet. Doch nicht nur, dass der Priester sie nicht samt und sonders zum Teufel jagt mit den Mordopfern, nein es wird auch noch gesegnet. Zusammengefasst kann also gesagt werden, während man die Auferstehung feiert und sich darüber freut, dass kein Opfer mehr notwendig ist, werden Millionen von Opfern dargebracht. Gottes Schöpfung wird zu Grabe getragen, während Jesu dasselbe verlässt. Ein offenkundiger Widerspruch, der nicht gesehen wird.

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Living Waste

Cow and calf, mother and baby in intimate togetherness on the pasture, that is what we like to be shown in connection with milk. But the truth is completely different. Fortunately, the fate of the male calves on the transport ships ElBeik and Karim Allah is currently going through all the media. More than three months ago, both ships, the ElBeik with 1,800 and the Karim Allah with 900 calves, left the port of Cartagena. Despite the veterinary certificates, both the Turkish and Libyan authorities rejected both ships after an outbreak of bluetongue was discovered in Spain. What followed was a three-month odyssey of the two ships across the Mediterranean. Last week the Karim Allah returned to the port of Cartagena without having achieved anything. All surviving calves had to be slaughtered because their health was so bad that they could not be transported any further. The same will happen to the remaining 1,600 cattle on the ElBeik. 200 of them have already died on board. However, it is not ruled out that these animals are classified as „fit for travel“ and transported further. The picture that was leaked to the Animal Welfare Foundation shows the conditions under which these baby animals have had to endure for three months. You can tell that they are standing close together that they cannot even lie down. It must also be doubted that they could be properly looked after, given that it is a ship that was originally intended for the transport of cars and the ceiling height is just 1.60 m. It is one of the most outrageous injustices that have been committed and continue to be committed.

Das Foto stammt von der Animal Welfare Foundation
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Lebendiger Abfall

Kuh und Kalb, Mutter und Baby in trauter Zweisamkeit auf der Weide, das ist es, was uns im Zusammenhang mit der Milch gerne gezeigt wird. Doch die Wahrheit ist eine ganz eine andere. Gerade geht – zum Glück – durch alle Medien das Schicksal der männlichen Kälber auf den Transportschiffen ElBeik und Karim Allah. Vor mehr als drei Monaten hatten beide Schiffe, die ElBeik mit 1.800 und die Karim Allah mit 900 Kälbern beladen den Hafen von Cartagena abgelegt. Trotz vorliegender Veterinärbescheinigungen, lehnten sowohl die türkischen, als auch die lybischen Behörden beide Schiffe ab, nachdem in Spanien ein Ausbruch von Blauzungenkrankheit festgestellt worden war. Was folgte, war eine dreimonatige Irrfahrt der beiden Schiffe quer durch das Mittelmeer. Letzte Woche kehrte die Karim Allah unverrichteter Dinge in den Hafen von Cartagena zurück. Alle überlebenden Kälber mussten notgeschlachtet werden, weil ihr gesundheitlicher Zustand so schlecht war, dass sie nicht weiter transportiert werden konnten. Ebenso wird es den verbleibenden 1.600 Rindern auf der ElBeik ergehen. 200 von ihnen sind bereits an Bord gestorben. Ausgeschlossen ist es dennoch nicht, dass diese Tiere als „fit for travel“ eingestuft und weiter transportiert werden. Das Bild, das der Animal Welfare Foundation zugespielt wurde, zeigt die Bedingungen unter denen diese Tierbabies seit drei Monaten ausharren müssen. Man kann erkennen, dass sie dicht stehen, dass sie sich nicht einmal hinlegen können. Es muss auch bezweifelt werden, dass sie ordentlich versorgt werden konnten, nachdem es sich um ein Schiff handelt, das ursprünglich für den Transport von Autos vorgesehen war und die Raumhöhe gerade mal 1,60 m beträgt. Es ist eines der himmelschreiendesten Unrechte, die begangen wurden und nach wie vor begangen werden.

Das Foto stammt von der Animal Welfare Foundation
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We Love Pandemics

Exactly one year ago today, the first lockdown was implemented in Austria after a general announcement and countless meetings that helped to spread the virus quickly and vigorously. Who remembers, all shops closed, except for those that were supposed to satisfy basic needs, restaurants, schools and the people for whom it was possible worked in the home office. If you went shopping, then only with a mask, disinfectant and the baby elephant. Because of the distance, it was who remembers. It was downright spooky on the streets. Back then, the restrictions were taken very seriously and toilet paper and pasta were hoarded to be on the safe side. Nobody knew why toilet paper, but after someone started using it and some copied it, everyone had to do it at some point. According to the motto, “I don’t know the reason, but if the others do it, then there will be one and until I discover it, there may be nothing left for me.” Because first comes self-sufficiency and then solidarity.

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Wir lieben Pandemien

Heute vor genau einem Jahr wurde in Österreich der erste Lockdown, nach einer allgemeinen Ankündigung und ungezählten Zusammentreffen, die durchaus mitgeholfen haben, das Virus noch schnell tatkräftig zu verbreiten, in die Tat umgesetzt. Wer sich erinnert, alle Geschäfte schlossen, außer denen, die die Grundbedürfnisse befriedigen sollten, die Gastronomie, die Schulen und die Menschen, für die es möglich war, arbeiteten im Home-Office. Wenn man einkaufen ging, dann nur mit Maske, Desinfektionsmittel und dem Babyelefanten. Wegen dem Abstand war es, wer sich erinnert. Geradezu gespenstisch war es auf den Straßen. Damals wurden die Beschränkungen sehr ernst genommen und sicherheitshalber Klopapier und Nudeln gehortet. Warum Klopapier, das wusste zwar niemand, aber nachdem einmal jemand damit angefangen hatte und einige es nachmachten, mussten es irgendwann alle tun. Nach dem Motto, „Ich kenne den Grund zwar nicht, aber wenn die anderen es machen, dann wird es einen geben und bis ich ihn entdecke, ist eventuell für mich nichts mehr übrig.“ Denn als erst kommt die Selbstversorgung und dann die Solidarität.

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The Absolute Truth

Lately I have been increasingly suspecting that more and more people tend to use a few scraps of information to form their truth, which is then absolute. I had to feel it on my own body when I went for a walk with the dogs in the forest a few days ago. For more than ten years now, we have been using the paths to enjoy nature, to breathe deeply, to switch off. A peaceful piece of earth that is not even 100 m away from my house.

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Die absolute Wahrheit

In letzter Zeit zwingt sich mir zusehends der Verdacht auf, dass immer mehr Menschen dazu neigen, sich aus ein paar Informationsfetzen, ihre Wahrheit zu bilden, die dann absolut ist. Am eigenen Leib quasi musste ich es verspüren, als ich vor einigen Tagen mit den Hunden im Wald spazieren ging. Seit nunmehr über zehn Jahren nutzen wir die Wege, um uns der Natur zu erfreuen, durchzuatmen, abzuschalten. Ein friedliches Fleckchen Erde, das nicht einmal 100 m von meinem Haus entfernt liegt.

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Always at my side

I sit on the stairs that lead to the front door of my grandparents‘ house and try to collect myself. When was the last time I was here? It must have been many years. Nothing is what it was then. My grandparents were long dead. Now my aunt lives in the house, but that’s not why I hate coming here. Because even back then, when they were still alive, nothing was as it was before. Before then, it was a happy time for me, those first years of my existence. I actually grew up here with a black spaniel by my side for as long as I could remember.

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