Knowledge is irreversible (2)

It was a long way from the city center to the outskirts and across the fields until they finally stood in front of the said stable. The moon was shining brightly so they could see every detail. They paused for a few moments. Then Rebekka headed straight for the entrance. Carefully she reached for the handle, pushed it down and, to her great surprise, found the door unlocked. Then she waved to Paul, who had stopped in the field and looked as if he did not want to move a step forward. Rebekah was angry. „Who doesn’t dare to come here!“, she thought as she walked over to Paul, roughly grabbed his arm and pulled him behind her. „I don’t dare,“ she growled as she opened the door.

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Erkenntnis ist irreversibel (2)

Es war ein weiter Weg, von der Innenstadt bis zum Stadtrand und über die Felder, bis sie endlich vor dem besagten Stall standen. Der Mond schien hell, so dass sie alle Einzelheiten genau erkennen konnten. Einige Momente hielten sie inne. Dann steuerte Rebekka direkt den Eingang an. Vorsichtig griff sie nach der Klinke, drückte sie herunter und fand die Türe, zu ihrer großen Überraschung, unverschlossen. Daraufhin winkte sie Paul, der im Feld stehengeblieben war und wirkte, als wollte er sich keinen Schritt vorwärtsbewegen. Rebekka war verärgert. „Wer sich hier nicht traut!“, dachte sie noch, während sie zu Paul hinüberging, ihn grob am Arm packte und hinter sich herzog. „Ich mich nicht trauen“, knurrte sie, als sie die Türe öffnete.

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Knowledge is irreverisble (1)

Rebekka was only called rebel by her friends with respect and her enemies with envy. And she was, a rebel. After all, that was her job, or at least that’s how she saw it. At the age of 16 you had to rebel, to lead the adults, so-called authorities and superiors, dignitaries and office holders over the edges of their well-tempered attitudes encrustations, to question what seems unquestionable, to disavow what seems irrefutable and ridiculous to do what is so firmly cemented in the minds of value nostalgia. When else should she do it? At 26, when, busy with work and family, she would always have to fear that she would scorn someone who could make life difficult for her. No, it had to be now, at 16, without dependencies and obligations, without being at the mercy of the goodwill of others. It tried itself in insurrection, civil disobedience and passive resistance.

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Erkenntnis ist irreversibel (1)

Rebekka wurde von ihren Freundinn*en mit Hochachtung und ihren Feind*innen mit Neid nur mehr Rebel genannt. Und das war sie auch, eine Rebellin. Schließlich war das ihre Aufgabe, so sah sie es zumindest. Mit 16 Jahren hatte man zu rebellieren, die Erwachsenen, sog. Autoritäten und Vorgesetzten, Würdenträger*innen und Amtsinhaber*innen über die Ränder ihrer wohltemperierten Einstellungsverkrustungen zu führen, in Frage zu stellen, was fraglos scheint, zu desavouieren, was unumstößlich anmutet und lächerlich zu machen, was so an Wertnostalgie in den Köpfen festzementiert ist. Wann sollte sie es denn sonst tun? Mit 26, wenn sie, eingespannt in Beruf und Familie, immer zu fürchten haben würde, dass sie jemanden vergrämte, die/der ihr das Leben schwer machen konnte. Nein, jetzt musste es sein, mit 16, ohne Abhängigkeiten und Verpflichtungen, ohne dem Ausgeliefert-sein an den guten Willen anderer. Sie erprobte sich im Aufstand, zivilen Ungehorsam und passivem Widerstand.

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What Fur really means

We all know that the Stone Age people ate meat and that is why they have become as smart as we are today, so smart that we destroy everything we can find. Very impressive. But that’s only half the story, because the Stone Age people, who were supposed to be our role models in everything, also wore fur. Of course, because organic cotton and hemp fibers did not exist yet. So, you had no other choice. But how did the human female get her fur, because we are so well informed that we know that only the human males hunted while the human females sat at home waiting for the big, strong males to return from their forays. Just as it corresponds to the biologically prescribed roles. Males as hunters – this is how they stalk each other on the supermarket shelf today, at the risk of their lives to get hold of the styrofoam pack and using all their strength to drag them home while the females sit in the safe den and wait for the prey. But we digress, it’s about the fur.

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Was Pelz wirklich bedeutet

Wir wissen alle, schon die Steinzeitmenschen haben Fleisch gegessen und sind deshalb so schlau geworden, so wie wir heute sind, so schlau, dass wir alles vernichten, was uns unterkommt. Sehr beeindruckend. Aber das ist nur die halbe Wahrheit, denn die Steinzeitmenschen, die doch in allem unsere Vorbilder sein sollten, trugen auch Pelz. Natürlich, denn Biobaumwolle und Hanffasern gab es noch nicht. Sie hatten also keine andere Wahl. Aber wie kam das Menschenweibchen zu ihrem Pelz, denn wir sind so gut informiert, dass wir wissen, nur die Menschenmännchen haben gejagt, während die Menschenweibchen zu Hause saßen und der Rückkehr der großen, starken Männchen von ihren Streifzügen harrten. So wie es den biologisch vorgegebenen Rollen entspricht. Männchen als Jäger – so pirschen sie sich heute im Supermarktregal an, unter Einsatz ihres Lebens, um die Styroporpackung zu ergattern und unter Aufbietung all ihrer Kräfte, nach Hause zu schleppen, während die Weibchen in der sicheren Wohnhöhle sitzen und auf die Beute warten. Aber wir schweifen ab, es geht ja um den Pelz.

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Rettung

Love, Peace & Tofu von Daniela Noitz by Daniela Noitz

Wer ernsthaft etwas gegen den Klimawandel und den Hunger und für das Wohl unserer menschenlichen und nicht-menschlichen Mitgeschöpfe, unsere Gesundheit, die Artenvielfalt und die Rettung der Umwelt tun möchte kommt am Veganismus nicht vorbei, wie ich in dieser Episode darlege.

Hier kannst Du die Episode „Rettung“ hören.

You stole my child from me (3)

My unknown babies!

For as long as I can remember, I’ve been laying eggs in the midst of many others. It’s so tight that I can barely move. I have heard that it is good posture, down-to-earth posture. But it’s just cramped and smells. But I could endure all of that if it wasn’t for my babies. I lay eggs because I am a hen. My body does. I lay an egg every day. But I know more.

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Ihr habt mir mein Kind gestohlen (3)

Meinen unbekannten Babies!

So lange ich denken kann, lege ich Eier, inmitten von vielen anderen. Es ist so eng, dass ich mich kaum bewegen kann. Dabei ist es eine gute Haltung, wie ich hörte, Bodenhaltung. Doch es ist einfach nur eng und stinkt. Aber all das könnte ich ertragen, wenn nicht die Sache mit meinen Babies wäre. Ich lege Eier, weil ich eine Henne bin. Mein Körper tut es. Jeden Tag lege ich ein Ei. Aber ich weiß noch mehr.

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