Blood, Blood everywhere

We sit in the cave and stare at the wall, not tied up, at least not by physical shackles, but held by conventions, social agreements and apparent inevitability. We do not move so that we can give ourselves the illusion that we are bound by shackles. Only when we moved would we notice that there are no shackles. Illusion of a perfect world in view of the downfall, because the pictures tell us. No, it’s not bad, it’s good. We just have to keep going like we did before. Do not let yourself be distracted from the previous path that was successful. All live in prosperity. All have a refrigerator and a car and a television. If you don’t have it, it’s your own fault. A path of success if you just sit well and stay true to the illusion.

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Blut, überall Blut

Wir sitzen in der Höhle und starren an die Wand, nicht angebunden, zumindest nicht durch physische Fesseln, sondern gehalten durch Konventionen, soziale Abmachungen und scheinbare Unausweichlichkeiten. Wir bewegen uns nicht, damit wir uns der Illusion hingeben können, wir wären durch Fesseln gebunden. Erst, wenn wir uns bewegten, würden wir bemerken, dass es keine Fesseln gibt. Illusion von heiler Welt in Anbetracht des Unterganges, weil es uns die Bilder sagen. Nein, es ist nicht schlimm, sondern gut. Wir müssen nur immer so weitermachen, wie bisher. Nicht ablenken lassen vom bisherigen Weg, der doch erfolgreich war. Alle leben im Wohlstand. Alle haben einen Kühlschrank und ein Auto und einen Fernseher. Wer es nicht hat, ist selbst schuld. Ein Weg der Erfolgreichen, wenn man nur brav sitzen und der Illusion treu bleibt.

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Unaesthetized

There is no escape, not for her and not for all the others, hundreds of their companions. From the beginning she had no chance, she and all the others, because she had been born as slaughter cattle. It was decided. It was decided for her that she should be born to be murdered. Fattened up quickly. It only takes a few months. Too short a lifetime. But that was why she was born to serve the people. It was their property, with which they could do whatever they wanted. What is more, God himself had sanctioned it, had said that man could deal with other creatures as he wished. At least that’s what they say.

But what kind of God is that who approves of other living beings being brutally massacred? What kind of religion is it that demands that our fellow creatures be subjected to unnecessary torments?

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Unbetäubt

Es gibt kein Entrinnen, für sie nicht und auch nicht für all die anderen, hunderte ihrer Gefährt*innen. Von Anfang an hatte sie keine Chance, sie, und all die anderen, denn sie war als Schlachtvieh geboren worden. Es war beschlossen. Für sie wurde es beschlossen, dass sie auf die Welt kommen sollte, um ermordet zu werden. Zügig gemästet. Es dauert nur wenige Monate. Eine allzu kurze Lebenszeit. Aber deshalb war sie auf die Welt gekommen, um den Menschen zu dienen. Sie war ihr Eigentum, mit dem sie machen durften, was sie wollten. Mehr noch, Gott selbst hatte es sanktioniert, hatte gesagt, dass der Mensch mit den anderen Kreaturen verfahren dürfe, wie er wolle. Zumindest wird es behauptet.

Doch was ist das für ein Gott, der es gutheißt, dass andere Lebewesen grausamst massakriert werden? Was ist das für eine Religion, die es verlangt, dass unseren Mitgeschöpfen unnötige Qualen auferlegt werden?

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Stop Finning – an European Citizens’ Initiative[1]


Imagine you are caught, your arms and legs are cut off, whereupon you, mutilated in this way, are abandoned in a place where you perish miserably. All of this happens with full awareness. A horror show that comes from a particularly macabre thriller? Not at all. Because this is what happens to around 273 million sharks every year. The fins of the captured sharks are cut off and the rest of the animal body is thrown back into the sea. During this procedure, the animals are fully conscious and, unable to swim, sink to the sea floor, where they bleed to death or suffocate. This way of transporting the shark fins is particularly space-saving. But why is this practiced?

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Stop Finning – eine europäische Bürgerinitiative[1]

Stell Dir vor, Du wirst gefangen, Dir werden Arme und Beine abgetrennt, woraufhin Du, derart verstümmelt, an einem Ort ausgesetzt wirst, an dem Du elend zugrunde gehst. All das geschieht bei vollem Bewusstsein. Eine Horrorvorstellung, die aus einem besonders makabren Thriller stammt? Mitnichten. Denn derart wird jedes Jahr mit rd. 273 Millionen Haien verfahren. Den erbeuteten Haien werden die Flossen abgeschnitten und der restliche Tierkörper wird zurück ins Meer geworfen. Die Tiere sind während dieser Prozedur bei vollem Bewusstsein und sinken, nicht mehr schwimmfähig, auf den Meeresboden ab, wo sie verbluten oder ersticken. Diese Art des Transports der Haiflossen ist besonders platzsparend. Aber warum wird das praktiziert?

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Ich kann ja eh nichts ändern

Ich sitze neben Dir und fühle mich völlig hilflos. Mit dieser Hilflosigkeit kommen die Wut und die Trauer über die scheinbare Unabänderlichkeit. Du liegst in Deinem Gitterkäfig und kannst Dich nicht bewegen. Neben Dir Deine Babies, mit denen Du nicht spielen, sie nicht bemuttern kannst. Du kannst nur daliegen und sie trinken lassen. Dein ganzes kurzes Leben lang, bis Du nicht mehr schwanger wirst. Dann kommst Du in den Schlachthof. Im Nebenstall steht Deine Leidensgenossin. Sie ist viel zu früh geschwängert worden, damit sie Milch gibt. Ihr Euter schmerzt, weil es viel zu groß ist für ihren ausgemergelten Körper, aber auch ihr Herz schmerzt, denn das Baby, das sie geboren hat steht nun ganz allein in seiner Box und schreit nach Dir. Bis es aufgibt und sich einrollt. Ganz klein macht. Ich sehe, wie es auf einen Transporter verladen wird und weit, weit weggebracht wird. In einer anderen Halle sitzen kleine gelbe Wollknäuel und müssen nun wachsen. 42 Tage lang, bevor sie in den Schlachthof kommen. Ich sehe es. Aber was kann ich tun? Ich kann ja eh nichts ändern.

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I can’t change anything anyway

I sit next to you and feel completely helpless. With this helplessness comes the anger and sadness over the apparent immutability. You are lying in your lattice cage and cannot move. Next to you your babies, with whom you cannot play, cannot mother them. You can just lie there and let them drink. All your short life, until you no longer get pregnant. Then you come to the slaughterhouse. Your fellow sufferer is in the next stable. She was impregnated far too early to give milk. Her udder hurts because it is way too big for her emaciated body, but her heart also hurts because the baby she gave birth is now all alone in its box and screams for you. Until it gives up and curls up. Makes very small. I see it being loaded onto a van and taken far, far away. In another hall there are small yellow balls of wool and now they have to grow. 42 days before they come to the slaughterhouse. I see it. But what can i do? I can’t change anything anyway.

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Made mouth dead

Recently in a small town in Upper Austria. The most reactionary party in Austria had called for the election campaign to begin. In order to prevent the citizens from expressing their opinion in the context of a rally, the party registered such opinions in advance at the entrance to the location, which then did not take place. The purpose of the action was to banish unpleasant voices who might dare to express criticism of the machinations of that political association to a place where they could neither be heard nor seen.

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Mundtot gemacht

Neulich in einem kleinen Ort in Oberösterreich. Die reaktionärste Partei Österreichs hatte zum Wahlkampfauftakt aufgerufen. Um die Bürger*innen davon abzuhalten, ihre Meinung im Rahmen einer Kundgebung zu verlauten, wurden im Vorfeld solche von der Partei beim Eingang der Örtlichkeit angemeldet, die dann allerdings nicht stattfanden. Sinn der Aktion war, dass unliebsame Stimmen, die es wagen könnten, Kritik an den Machenschaften jener politischen Vereinigung kundzutun, an einen Ort zu verbannen, an dem sie weder gehört noch gesehen werden konnten.

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