Animal Rights Conference – ein Rückblick

Published: Sep 08 2021

Ziemlich verlassen war der Innenhof der Kulturfabrik in Luxembourg, in der die Internationale Tierrechtskonferenz auch heuer wieder stattfand. Eine coronageschuldete Verlassenheit und eine traurige Eindämmung des wirklichen Austauschs. Aber dennoch gab mir diese Konferenz Mut und Kraft. Warum dem so ist, trotz allem, erfahrt ihr in dieser Episode.

Hier kannst Du die Episode „Animal Rights Conference – ein Rückblick“ hören.

Antibiotic Resistance endangers Human Life

“Take care of the people instead of the critters” is an argument that is tried again and again in order not to have to deal with the subject of animal rights. Many factors speak a clear language for the connection between animal and human rights activism. Enormous cultivation areas are required to feed the approximately 80,000,000,000 farm animals, which are preferably planted in rainforest areas, for which the corresponding forests and people have to give way, with all the known consequences. In addition, it is extremely inefficient to pass high-quality food through the animal before it is given to humans. Around 80% of the nutritional values are lost in this way. With a purely plant-based diet, no child in the world would have to die of hunger anymore. So, the connection is not that difficult to find. Another is the administration of antibiotics to animals whose bodies are eaten and antibiotic resistance and the formation of multi-resistant germs.

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Antibiotikaresistenzen gefährden Menschenleben

„Kümmerts Euch doch um die Menschen, statt um die Viecher“, ist ein immer wieder bemühtes Argument, um sich nicht mit dem Thema Tierrechte auseinandersetzen zu müssen. Dabei sprächen viele Faktoren eine deutliche Sprache für den Zusammenhang zwischen Tier- und Menschenrechtsaktivismus. So werden für die Fütterung der rd. 80.000.000.000 Nutztiere enorme Anbauflächen benötigt, die bevorzugt in Regenwaldgebieten angelegt werden, wofür die entsprechenden Wälder und Menschen weichen müssen, mit all den bekannten Folgen. Außerdem ist es äußerst ineffizient, hochwertige Lebensmittel zunächst durchs Tier zu schleusen, bevor es der Mensch bekommt. Auf diesem Weg gehen rd. 80% der Nährwerte verloren. Bei einer rein pflanzlichen Ernährung, müsste kein Kind auf der Welt mehr an Hunger sterben. Der Konnex ist also nicht so schwer zu finden. Ein weiterer besteht in der Verabreichung von Antibiotika an Tiere, deren Körper gegessen werden und Antibiotikaresistenzen und der Bildung von multiresistenten Keimen.

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They are just Babies

Max is curled up, curled up very tightly, in his box, in which he has to live in solitary confinement. Of course, he doesn’t have a name, just a number. It doesn’t pay to name him. He’s just a calf, plus a male that will soon be dead or somewhere on a truck shipped for slaughter. I gave him his name to give him a remnant of dignity, as if he had been someone in the middle of an industry in which it is only something. Something that will make money or not. He doesn’t bring any. He’s worth € 8.49 in this industry. The feed that he needs costs more, this cheapest milk replacer. Even that is still too expensive. His value is measured according to his usefulness. He doesn’t have one, not in this system, but for his mother he is the world. He curls up so that the cold goes away, especially that of loneliness. All he wanted was to be with his mother. Sucking, not only to satisfy hunger, but also because it is good for you. But he has to be there, all alone. He doesn’t understand why. He wanted nothing more than to be with his mom as it should be, nothing more than to live.

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Es sind doch bloß Babies

Max hat sich eingerollt, ganz eng zusammengerollt, in seiner Box, in der er in Einzelhaft leben muss. Natürlich hat er keinen Namen, nur eine Nummer. Es zahlt sich nicht aus, ihm einen Namen zu geben. Er ist doch bloß ein Kalb, dazu noch ein männliches, das bald tot sein wird oder irgendwo auf einem LKW, verfrachtet zum Schlachten. Ich habe ihm den Namen gegeben, um ihm einen Rest an Würde zu geben, als wäre er jemand gewesen, inmitten einer Industrie, in der er nur Etwas ist. Etwas, das Geld bringt oder nicht. Er bringt keines. € 8,49 ist er wert, in dieser Industrie. Da kostet das Futter mehr, das er braucht, dieser billigste Milchaustauscher. Selbst das ist noch zu teuer. Sein Wert bemisst sich nach seinem Nutzen. Er hat keinen, nicht in diesem System, aber für seine Mutter ist er die Welt. Er rollt sich zusammen, damit die Kälte weggeht, vor allem die der Einsamkeit. Dabei wollte er doch nichts anderes, als bei seiner Mutter sein. Saugen, nicht nur, um den Hunger zu stillen, sondern auch weil es gut tut. Doch er muss da sein, ganz alleine. Er versteht nicht warum. Dabei wollte er doch nichts weiter, als bei seiner Mama zu sein, so wie es sein sollte, nichts weiter, als zu leben.

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What not to say

I would like to try again the definition of veganism of the Vegan Society from the year 1979, just to determine clearly from the beginning what forms the basis for the following statements:

“Veganism is a way of life that seeks – as far as practically feasible – to avoid all forms of exploitation and cruelty against suffering animals for food, clothing and other purposes; and subsequently promotes the development and use of animal-free alternatives for the benefit of humans, animals and the environment. With regard to nutrition, this means doing without all products that are wholly or partly obtained from animals.“

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Was man alles nicht sagen darf

Ich möchte noch einmal die Definition der von Veganismus der Vegan Society aus dem Jahre 1979 bemühen, nur um von vornherein eindeutig festzulegen, was die Grundlage für die folgenden Aussagen bildet:

„Veganismus ist eine Lebensweise, die versucht – soweit wie praktisch durchführbar – alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an leidensfähigen Tieren für Essen, Kleidung und andere Zwecke zu vermeiden; und in weiterer Folge die Entwicklung und Verwendung von tierfreien Alternativen zu Gunsten von Mensch, Tier und Umwelt fördert. In Bezug auf die Ernährung bedeutet dies den Verzicht auf alle Produkte, die zur Gänze oder teilweise von Tieren gewonnen werden.“

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I’m going for a walk with my pig

I have two pigs. I used to have dogs. When I didn’t have any more and started to think about which one I could save from all the millions in the world, a friend came to me and said I could save two animals that no longer need from the butcher. I did that too. Without asking what kind of animals they were, which was rather careless of me, because it could have been two huge bulls, but it turned out that they were two pigs. „That works,“ I thought to myself. That’s why they moved in with me. With great enthusiasm they examined the entire garden, which from now on would be their refuge. They had never before been able to romp around, play, rummage and enjoy life, because until they moved to my garden they had lived in a closed stable with a slatted concrete floor over their own excrement, crammed between many conspecifics.

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Ich gehe mit meinem Schwein spazieren

Ich habe zwei Schweine. Früher hatte ich Hunde. Als ich keinen mehr hatte und begann darüber nachzudenken, welchen ich denn retten könnte, von all den Millionen auf der Welt, kam ein Freund zu mir und meinte, ich könnte zwei Tieren, die niemand mehr brauchen kann, vor dem Schlachter retten. Das tat ich dann auch. Ohne zu fragen, was es denn für Tiere wären, was eher unvorsichtig von mir war, denn es hätten auch zwei riesige Bullen sein können, doch es stellte sich heraus, dass es zwei Schweine waren. „Das geht“, dachte ich mir. Deshalb zogen sie bei mir ein. Mit großer Begeisterung untersuchten sie den gesamten Garten, der von nun an ihr Refugium sein würde. Noch nie zuvor hatten sie herumtollen, spielen, wühlen und sich des Lebens freuen können, denn sie hatten bis zu ihrem Umzug in meinen Garten in einem geschlossenen Stall mit Betonspaltenboden über ihren eigenen Exkrementen, eingepfercht zwischen vielen Artgenoss*innen ihr Dasein gefristet.

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Only Freedom is species-appropriate (2)

“Only freedom is species-appropriate” is possible, but certain basic conditions must be given. First of all, it is necessary that breeds, regardless of the species, are no longer bred if they have those characteristics that allow only a short life from the outset. Therefore, it is not a shame if these man-made races become extinct, so that only those remain who can find their way in nature. So also, no so-called pets, which for better or for worse are dependent on human benevolence. Because if it is only a matter of compensating for our emotional deficits, it would be time to work on them and not abuse other living beings for it.

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