Artgerecht ist nur die Freiheit

Es gibt kein Lebewesen, das sich in Gefangenschaft oder Unterdrückung gut entwickeln kann. Deshalb ist das Endziel die Befreiung aller Lebewesen aus der Herrschaft. Allerdings kann das nicht von heute auf morgen geschehen, da die meisten unserer mitlebenden nicht-menschlichen Tiere derart degeneriert sind, dass sie die Freiheit nicht überleben. Deshalb ist es notwendig, all jene Lebewesen nicht mehr weiter zu züchten, die auf den Menschan angewiesen sind, also letztlich nicht artgerecht sind.

Hier kannst Du die Episode „Artgerecht ist nur die Freiheit“ hören.

Artgerecht ist nur die Freiheit (1)

Meine Hündin kuschelt sich zu mir. Sie zittert am ganzen Körper und hechelt, weil ihr das nahende Gewitter Angst macht. Ich streichle sie und rede ihr beruhigend zu. Wirklich entspannen kann sie erst, wenn das Gewitter vorbei ist. Nein, sie wäre dort draußen in der Wildnis, nicht überlebensfähig und dennoch bin ich überzeugt davon, dass nur die Freiheit artgerecht ist.

„Wenn man das ernst nimmt“, so wird mir gesagt, „dann müssten wir jetzt noch alle Tiere, Haus-, Nutz-, Gebrauchstiere, vor die Türe setzen und wir dürften uns nicht mehr um sie kümmern. Ziemlich perverse Einstellung. Du würdest sie also beinhart zugrunde gehen lassen?“

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Weil es immer schon so war

Wir besuchten einen kleinen Hofladen in unserer Nähe, in dem die Stücke von toten Schweinen vom eigenen Hof verkauft werden. Regionale Schmankerl aus artgerechter Tierhaltung werden hier angeboten, so wird es angepriesen. Wenn man hineingeht, fällt über der Theke, in der die verarbeiteten Leichen zum Verkauf liegen, ein Bildschirm auf, auf dem in Dauerschleife Bilder laufen. Es zeigt den Hof, die Gebäude und den Laden, die Familie, die den Hof und den Laden betreibt. Was besonders ins Auge sticht, sind zwei Fotos, auf denen man Kinder mit einem Ferkel spielend im Stroh sieht. Was für eine verlogene Welt, denn dieses eine, kleine Ferkel hat genau einmal in seinem Leben das Tageslicht und Stroh gesehen, nämlich als das Foto gemacht wurde. Dann wurde es zurückgesetzt zu den anderen, auf den Vollspaltenboden und neben die Mama im Kastenstand.

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Die Tragödie von Krefeld oder von der Doppelmoral, Heuchelei und Dekadenz in unserer Gesellschaft (2)

30 tote Affen in Krefeld. Gestorben bei einem Brand unter mysteriösen Umständen. Und eine ganze Nation scheint zu trauern. Die Medien, ob on- oder offline, stürzen sich wie die Geier auf diese Meldung. Denn das verspricht viel Aufmerksamkeit. Und tatsächlich ist die Rechnung aufgegangen. In den sozialen Medien scheinen sich die Menschen darin zu überbieten, wer mehr Mitgefühl und Trauer für diese armen Kreaturen aufbringen kann. Aufgerufen wird zu Mahnwachen und Trauerkundgebungen. Und sie folgen dem Ruf in Scharen. Natürlich, es ist schrecklich und eine Tragödie. Immerhin sind 30 Lebewesen umgebracht worden, die in diesen Stallungen gar nicht sein sollten, sondern vielmehr in ihrer Heimat, bei ihren Familien.

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