Ihr habt mir mein Kind gestohlen (3)

Meinen unbekannten Babies!

So lange ich denken kann, lege ich Eier, inmitten von vielen anderen. Es ist so eng, dass ich mich kaum bewegen kann. Dabei ist es eine gute Haltung, wie ich hörte, Bodenhaltung. Doch es ist einfach nur eng und stinkt. Aber all das könnte ich ertragen, wenn nicht die Sache mit meinen Babies wäre. Ich lege Eier, weil ich eine Henne bin. Mein Körper tut es. Jeden Tag lege ich ein Ei. Aber ich weiß noch mehr.

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You stole my child from me (2)

My babies!

You laid next to me and I couldn’t do anything for you, neither for you nor for me. “Mom, why are you just lying there and not building a nest for us? Why don’t you play with us? Don’t you love us?”, you seem to be asking. But it’s because I couldn’t help it. But my martyrdom did not begin when you were born, but a long time before that. I was chosen to have babies. All others are slaughtered after 6 months of suffering, but I was allowed to live longer. What a farce!

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Ihr habt mir mein Kind gestohlen (2)

Meine Babies!

Ihr lagt neben mir und ich konnte nichts für Euch tun, weder für Euch, noch für mich. „Mama, warum liegst Du einfach nur da und baust uns kein Nest? Warum spielst Du nicht mit uns? Hast Du uns nicht lieb?“, schient ihr zu fragen. Aber es ist, weil ich nicht anders konnte. Doch mein Martyrium begann nicht erst mit Eurer Geburt, sondern bereits lange Zeit davor. Ich wurde auserkoren, Babies zu bekommen. Alle anderen werden nach 6 Monaten Leidenszeit geschlachtet, aber ich durfte länger leben. Was für eine Farce!

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They are just Babies

Max is curled up, curled up very tightly, in his box, in which he has to live in solitary confinement. Of course, he doesn’t have a name, just a number. It doesn’t pay to name him. He’s just a calf, plus a male that will soon be dead or somewhere on a truck shipped for slaughter. I gave him his name to give him a remnant of dignity, as if he had been someone in the middle of an industry in which it is only something. Something that will make money or not. He doesn’t bring any. He’s worth € 8.49 in this industry. The feed that he needs costs more, this cheapest milk replacer. Even that is still too expensive. His value is measured according to his usefulness. He doesn’t have one, not in this system, but for his mother he is the world. He curls up so that the cold goes away, especially that of loneliness. All he wanted was to be with his mother. Sucking, not only to satisfy hunger, but also because it is good for you. But he has to be there, all alone. He doesn’t understand why. He wanted nothing more than to be with his mom as it should be, nothing more than to live.

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Es sind doch bloß Babies

Max hat sich eingerollt, ganz eng zusammengerollt, in seiner Box, in der er in Einzelhaft leben muss. Natürlich hat er keinen Namen, nur eine Nummer. Es zahlt sich nicht aus, ihm einen Namen zu geben. Er ist doch bloß ein Kalb, dazu noch ein männliches, das bald tot sein wird oder irgendwo auf einem LKW, verfrachtet zum Schlachten. Ich habe ihm den Namen gegeben, um ihm einen Rest an Würde zu geben, als wäre er jemand gewesen, inmitten einer Industrie, in der er nur Etwas ist. Etwas, das Geld bringt oder nicht. Er bringt keines. € 8,49 ist er wert, in dieser Industrie. Da kostet das Futter mehr, das er braucht, dieser billigste Milchaustauscher. Selbst das ist noch zu teuer. Sein Wert bemisst sich nach seinem Nutzen. Er hat keinen, nicht in diesem System, aber für seine Mutter ist er die Welt. Er rollt sich zusammen, damit die Kälte weggeht, vor allem die der Einsamkeit. Dabei wollte er doch nichts anderes, als bei seiner Mutter sein. Saugen, nicht nur, um den Hunger zu stillen, sondern auch weil es gut tut. Doch er muss da sein, ganz alleine. Er versteht nicht warum. Dabei wollte er doch nichts weiter, als bei seiner Mama zu sein, so wie es sein sollte, nichts weiter, als zu leben.

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