Erkenntnis ist irreversibel

Warum sind ethisch motivierte Veganer*innen bloß so aufdringlich, radikal und extrem? Warum versuchen sie uns ständig, ihre Lebensweise aufzudrängen? Tun sie das? Vielleicht sollte man einfach anders fragen: Warum setzen sich diese Menschen so penetrant und hartnäckig für eine Welt ein, in der Leiden und Tod vermieden wird, wo es vermeidbar ist? Warum legen sie Wert darauf, dass alle Lebewesen in Freiheit und Glück einfach ihr Leben leben können? Ich möchte Euch in dieser Episode die Geschichte von Rebekka erzählen, die erkennt, wie viel Leid auch sie mitverursacht, und weil sie hinter diese Erkenntnis nicht mehr zurück kann, setzt sie sich ein, vielleicht radikal, aber auf jeden Fall konsequent, weil sie nicht mehr anders kann.

Hier kannst Du die Episode „Erkenntnis ist irreversibel“ hören.

Erkenntnis ist irreversibel (2)

Es war ein weiter Weg, von der Innenstadt bis zum Stadtrand und über die Felder, bis sie endlich vor dem besagten Stall standen. Der Mond schien hell, so dass sie alle Einzelheiten genau erkennen konnten. Einige Momente hielten sie inne. Dann steuerte Rebekka direkt den Eingang an. Vorsichtig griff sie nach der Klinke, drückte sie herunter und fand die Türe, zu ihrer großen Überraschung, unverschlossen. Daraufhin winkte sie Paul, der im Feld stehengeblieben war und wirkte, als wollte er sich keinen Schritt vorwärtsbewegen. Rebekka war verärgert. „Wer sich hier nicht traut!“, dachte sie noch, während sie zu Paul hinüberging, ihn grob am Arm packte und hinter sich herzog. „Ich mich nicht trauen“, knurrte sie, als sie die Türe öffnete.

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