Blutstuten

Die Sonne scheint. Ich stehe am Rand einer Koppel und beobachte eine Stute und ihr Fohlen. Das Kleine tobt sich aus, aber wenn irgendetwas ist, was es erschreckt, dann läuft es ganz schnell zur Mama. Dort versteckt es sich und fühlt sich sicher, geborgen und aufgehoben. Es tut so gut, das zu sehen, doch dann muss ich unwillkürlich an einen Bericht denken, den ich vor Kurzem gesehen hatte, über Stuten, die Mütter werden sollten, aber es niemals durften, weil ihnen vor der Zeit grausamst das Baby entrissen wird, ungeboren, direkt aus dem Mutterleib, indem die Fruchtblase aufgeschnitten und das Kleine herausgenommen wird, bloß um es auf den Müll zu schmeißen. Und weil das alles so grauslich ist, dass man am liebsten gar nichts davon wissen will, passiert es in dem Fall nicht hinter verschlossenen Türen, sondern ganz weit weg von Wohlstand und Gutbürgerlichkeit, in Uruguay und Argentinien. Und wozu das Ganze?

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Die Zukunft ist vegan (5): Unsere Kinder sind die Zukunft

Alle Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder, so wird zumindest gesagt. Worte sind geduldig und Auslegungen noch viel mehr. Was verstehen die Eltern nun unter dem Besten für ihre Kinder? Natürlich Gesundheit, dann eine gute Ausbildung, damit sie einen Arbeitsplatz dereinst haben werden, der ihnen ermöglicht von dem Gehalt zu leben und eine eigene Familie und Freunde. Kurz gesagt, das Beste für unsere Kinder, ist ein glückliches Leben zu führen. So weit, so nachvollziehbar und gut. Doch wie dieses gute, glückliche Leben auszusehen hat, das gibt man den Kindern vor. Bis zu einem gewissen Alter ist das auch sinnvoll und nachvollziehbar, doch die meisten Eltern tendieren dazu, ihren Kindern auch dann noch aufs Aug drücken zu wollen, was sie glücklich macht, anstatt ihnen auch nur die Chance zu geben, es für sich selbst herauszufinden. Schließlich haben die Erwachsenen die Lebenserfahrung und die Jugendlichen nicht, deshalb wissen sie auch ganz genau, was richtig und falsch ist, aber vor allem, was gut für Dich ist. Eigentlich eine schrecklich Hybris, denn wie soll ein Mensch seinen Weg finden, wenn ihm ständig eingebläut wird, dass es nur einen gibt, und zwar der, der ihm zugewiesen wird?

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