Tierqual wird verlängert

Vor vielen Jahren, als es noch keine Automobile gab, gingen die Menschen entweder zu Fuß oder sie fuhren mit der Kutsche. Jedenfalls die, die es sich leisten konnten. Ganz Reiche hatten sogar ihre eigenen Kutschen. Damals, in der guten alten Zeit, von der die Konservativen nur träumen können, war es für hochgestellte oder angesehene Personen das Fortbewegungsmittel der Wahl. Doch die Zeiten ändern sich. Man möchte es kaum gSlauben. Innerhalb von wenigen Jahrzehnten nahm das Automobil überhand und ist aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Mehr noch, es wird zusehends schwieriger, sich auf andere Weise durch die Stadt zu bewegen, sei es zu Fuß oder mit dem Rad, immer gilt das geheiligte Vehikel hat auf alle Fälle Vorrang und ihm steht der meiste Platz zu.

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Gehts was hackeln!

„Geht’s was hackeln!“ oder „Die haben ihr Lebtag noch keinen Tag gearbeitet!“, solche und ähnliche Sprüche höre ich bei jeder Demo oder Kundgebung. Abgesehen davon, dass niemand von jenen, die sich aufplustern, vielleicht lässig im Kaffeehaus sitzen oder einen netten Einkaufs-Tag unternehmen, weiß, was wer von uns macht, ist es scheinbar eine ausgemachte Sache, dass man dieser Aufforderung nicht nachkommen muss, wenn man Kaffee trinkt oder einkauft. Sie wissen nämlich von sich selbst, dass sie sich bei diesen Tätigkeiten von einer anstrengenden Arbeitswoche erholen und vor allem, die Wirtschaft unterstützen. Arbeiten und konsumieren sind die Grundpfeiler unseres kapitalistischen Systems. Wer zuwiderhandelt, bei einer Demo gar die armen, verschüchterten Konsument*innen davon abhält ihrem wohlverdienten Ausgabewahn zu frönen, kann ja selbst nichts hackeln.

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