Ihr habt mir mein Kind gestohlen

In dieser Episode möchte ich Euch einen Perspektivenwechsel anbieten, indem drei Mütter erzählen, wie es ihnen ergeht, wenn ihnen mit aller Selbstverständlichkeit die Babies weggenommen werden. Ein bisschen was zum Nachdenken, gerade angesichts des Muttertags – und hoffentlich auch eine Anregung Veränderungen voranzubringen, denn egal welche Spezies, Mütter lieben ihre Kinder und niemand hat das Recht, sie zu trennen.

Hier kannst Du die Episode „Ihr habt mir mein Kind gestohlen“ hören.

Tiere retten ist nicht genug (3)

Tatjana stand da und wusste nicht, was sie sagen sollte. Am liebsten hätte sie Balduin geschnappt und wäre mit ihm davongelaufen, aber dann warf sie einen Blick auf den Kleinen und war überzeugt, dass trotz aller Ablehnung, die ihr entgegenschlug, hier ein Platz für ihn wäre, an dem er ungezwungen und glücklich leben könnte.
„Weil er sonst nirgends hin kann und wenn ich mir Ihre Tiere ansehe, dann bin ich mir sicher, dass Sie niemanden auf die Straße setzen“, sagte Tatjana und versuchte ihre Stimme so selbstsicher wie möglich klingen zu lassen.
„Und was meinst Du, wer die Kosten übernimmt. Du?“, fragte die Frau weiter.
„Das kann ich nicht, aber ich könnte helfen. Sie brauchen sicher jemanden, der ausmistet oder die Tiere füttert“, meinte Tatjana, nun doch sicherer werdend, denn warum sollte die Besitzerin des Gehöfts weiterfragen, wenn sie nicht zumindest in Erwägung zog, dass sie Balduin aufnähme?

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Ich fresse also bin ich

Kundgebungen, egal zu welchem Thema, sei es die Fleisch-, Milch-, Eier-, Pelz- oder sonst eine ausbeutende Industrie, haben den großen Vorteil, dass man mit Menschen ins Gespräch kommt. Das ist deshalb wichtig, weil man dann besser einschätzten kann, wie Menschen denken und agieren, die sich nicht aktiv für die Rechte der Tiere engagieren. Darüber hinaus ergibt sich dadurch auch die Möglichkeit, Wissenslücken aufzufüllen, die immer noch bestehen. Ein Klassiker ist nach wie vor, dass viele Menschen nicht wissen, dass eine Kuh ein Kalb bekommen muss, damit sie Milch gibt. Nach wie vor sind 35% der Bürger*innen der sog. zivilisierten Länder überzeugt, eine Milchkuh ist eine Milchkuh, weil sie als solche auf die Welt kommt. Ebenfalls interessant ist es zu erfahren, welche Schlüsse die Menschen aus den neugewonnenen Informationen für sich und ihr Leben ziehen. Es ist kein Geheimnis, dass das Ziel unserer Aufklärungsarbeit darin besteht, dass immer weniger Menschen Tierleid unterstützen, sprich ihren Lebenswandel ändern. Nicht von außen verordnet, sondern als Ergebnis rationaler und vernünftiger Überlegung, die sich aus der Faktenlage ergibt. So weit die Theorie. Wie weit die Praxis davon entfernt ist, möchte ich an nachfolgendem Gespräch illustrieren, das so und nicht anders bei einer Kundgebung zum Thema Leiden der Schweine stattfand.

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Islamische Sprüche über das Mitgefühl gegenüber Tieren

Tierschutz steht in sehr vielen Bereichen im Widerspruch. Zum einen ist die Möglichkeit gegeben, andere Lebewesen zu essen, zum anderen wird in vielen Religionen um respektvollen und wertschätzenden Umgang mit Tieren gebeten. Auch der Koran hat zum Umgang mit Tieren einige erstaunliche und auch umstrittene Erkenntnisse hervorgerufen. Nachfolgend einige hilfreiche und wohltuende islamische Sprüche:

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🍉 Veganismus im Islam | 🧕 Als Moslem vegan leben

Die vegane Lebensweise gewinnt zunehmend an Beliebtheit und ist bereits rund um den Globus bekannt. Während sich Religionen wie Buddhismus oder Hinduismus schon seit Jahrzehnten mit Veganismus auseinandersetzen, sind beispielsweise im Islam einige Tierarten als Speise erlaubt.

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Wir wollen nicht, dass sich wer unwohl fühlt

Du isst so gut, wie kein Fleisch mehr. Hast Du mir erzählt.
Ich habe Dich angesehen und gewusst, Du lügst.
Nein, eigentlich hast Du nicht gelogen, denn fast kein Fleisch mehr, das ist doch Auslegungssache.
Was ist mit der Pizza, habe ich gefragt.
Na Pizza, die esse ich schon mit Salami.
Es schmeckt halt einfach zu gut.

Das verstehen wir doch.
Wir wollen doch nicht, dass Du Dich unwohl fühlst.

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Das Weihnachtswunder

Maria sah auf die Uhr und erschrak. „Schon so spät“, dachte sie, während sie die Sachen zusammenpackte, die sie für den Besuch bei ihren Eltern brauchte. Es war nicht viel, weil sie keine normalen Geschenke machte, wie es so schön heißt, sondern Selbstgemachtes. Sie mochte die Individualität und vor allem sich Gedanken zu machen, wozu man Dinge umfunktionieren konnte, die man selbst nicht mehr brauchte. In diesem Jahr waren ihr besonders schöne Stücke gelungen, war sie überzeugt. Dennoch kam es nicht von ungefähr, dass sie den Moment des Aufbruches so hinauszögerte, eigentlich bis zur letzten Minute. Jetzt konnte sie nicht mehr länger warten, bis sie den Gang zu ihren Eltern antrat, um mit ihnen Weihnachten zu feiern.

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Vegan ist Körperverletzung & Die Zukunft ist vegan

Je mehr der Veganismus in unserer Gesellschaft Fuß fasst, desto mehr wird er bekämpft. Zusammenfassen lässt sich dies in der Aussage „Vegan ist Körperverletzung“. Woher diese Abwehrhaltung kommt und was für Interessen hinter diesen Diffamierungen stecken, wird hier hinterfragt. Es zeigt sich, dass es nur eine Zukunft geben wird, wenn sie vegan ist.

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Blut, überall Blut

Wir sitzen in der Höhle und starren an die Wand, nicht angebunden, zumindest nicht durch physische Fesseln, sondern gehalten durch Konventionen, soziale Abmachungen und scheinbare Unausweichlichkeiten. Wir bewegen uns nicht, damit wir uns der Illusion hingeben können, wir wären durch Fesseln gebunden. Erst, wenn wir uns bewegten, würden wir bemerken, dass es keine Fesseln gibt. Illusion von heiler Welt in Anbetracht des Unterganges, weil es uns die Bilder sagen. Nein, es ist nicht schlimm, sondern gut. Wir müssen nur immer so weitermachen, wie bisher. Nicht ablenken lassen vom bisherigen Weg, der doch erfolgreich war. Alle leben im Wohlstand. Alle haben einen Kühlschrank und ein Auto und einen Fernseher. Wer es nicht hat, ist selbst schuld. Ein Weg der Erfolgreichen, wenn man nur brav sitzen und der Illusion treu bleibt.

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Meine Straße – Meine Regeln

Wilhelm Wurst war ein guter Autofahrer. Zumindest hielt er sich dafür. Seit er ein kleiner Junge war, träumte er von großen, ps-starken Autos. Er arbeitete hart, um sich seinen Traumwagen leisten zu können, dazu ein schmuckes Häuschen und ein nettes Frauchen. Doch das Wichtigste war und blieb das Auto. Das Haus war dazu da, dass man am Abend die Füße hochlegen und sich bedienen lassen konnte, die Garage, um sein geliebtes Auto darin abstellen zu können und das Frauchen als Aufputz auf dem Beifahrersitz. „Ich bin ein glücklicher Mann“, meinte er, wenn er mit stolzgeschwellter Brust, die das halboffene Hemd nur allzu offen zeigte, einen Raum betrat, in dem sich mindestens eine Person befand. Lässig, männlich, ein Geschenk für die Frauenwelt, davon war er überzeugt.

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