„Mein Hund liebt mich“ – Tatsächlich?

„Mein Hund liebt mich“, wahlweise auch jedes andere sog. Haustier, „Treu und anhänglich und unverbrüchlich“ heißt es. Aber ist es dem tatsächlich so?

Meine Hunde liegen bei mir. Sie sind da. Sie sind immer da. Ich kann es mir gar nicht mehr anders vorstellen. Hat es ein Leben ohne sie gegeben? Natürlich hat es das, aber was weiß ich schon noch davon. Es kommt mir so vor, als wäre es niemals anders gewesen, weil ihr Da-Sein mein Leben bereichert. Wortlos, aber immer zugewandt. Ich habe die Verantwortung übernommen, als ich sie in mein Haus und mein Leben holte. Es war nicht ihre Entscheidung. Sie hatten nichts zu entscheiden, sondern mussten es geschehen lassen.

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Wir lieben alle – Lieben wir alle?

Ich hatte beschlossen den Valentinstag auf einem sog. Lebenshof zu verbringen, einem Ort, an dem Lebewesen, die aus dem Blickwinkel der Industrie keinen Nutzen mehr erbrachten, glücklich leben dürfen, einem Ort des Friedens und der gelebten Liebe, die an diesem Tag im Mittelpunkt steht. Natürlich, wer die Liebe lebt, lebt sie an jedem Tag, aber es ist wohl ein Anlass, ein wenig darüber zur reflektieren. Was ist Liebe? Besteht sie nicht in der Zugewandtheit zu anderen, die uns dazu bringt, aufeinander acht zu geben, uns zu unterstützen, füreinander da zu sein und uns frei zu geben, einfach zu leben?

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Ihr habt mir mein Kind gestohlen (3)

Meinen unbekannten Babies!

So lange ich denken kann, lege ich Eier, inmitten von vielen anderen. Es ist so eng, dass ich mich kaum bewegen kann. Dabei ist es eine gute Haltung, wie ich hörte, Bodenhaltung. Doch es ist einfach nur eng und stinkt. Aber all das könnte ich ertragen, wenn nicht die Sache mit meinen Babies wäre. Ich lege Eier, weil ich eine Henne bin. Mein Körper tut es. Jeden Tag lege ich ein Ei. Aber ich weiß noch mehr.

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Ihr habt mir mein Kind gestohlen (1)

Mein liebstes Kind!

Ich bin eine Mutter, Deine Mutter, und doch hatte ich nie wirklich Mutter sein dürfen. Ja, ich habe Dich zur Welt gebracht. Es war der schönste Tag meines Lebens. Davor, da stand ich nur im Stall, angekettet, ohne je die Sonne sehen zu dürfen oder mir den Wind um die Nase wehen lassen zu können. Doch dann merkte ich, dass ich bald ein Baby bekommen wurde. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie sehr ich mich gefreut hatte. Es würde zwar nichts an meiner Lage ändern, aber da wäre endlich jemand, den ich umsorgen könnte. Ich wäre nicht mehr alleine.

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Du hast Dich in mein Herz geschlichen

Eigentlich bin ich der Prinz im Haus. Nicht von Anfang an, natürlich. Wenn man als kleiner Welpe zu seinen Besitzern kommt, dann gilt es zunächst, die Lage zu sondieren. Kluge Hunde tun das, und zu dieser Sorte kann ich mich, bei aller Bescheidenheit, zählen. Nicht so wie andere, die mit Übereifer und Unverfrorenheit in das Haus stürmen und alles in Besitz nehmen. Das haben die Menschen nicht so gerne. Einem Welpen wird wohl noch so manches nachgesehen, doch es bleibt etwas im Gedächtnis haften. Ich, für meinen Teil, gab mich schüchtern.

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Bis zum Schluss

Du liegst auf Deinem Lieblingsplatz in der Sonne. Du magst die Wärme. Ich sitze bei Dir und streichle Dich. Dein Atem geht gleichmäßig, aber man kann es hören, dass Du nicht ungehindert atmen kannst. Wenn Du ruhig liegst, ist alles gut. Du hast die Augen geschlossen und ich streichle Dich, spüre die Wärme Deines Körpers und die Ruhe, die von Dir ausgeht. Streicheln ist gut für den Kreislauf, habe ich gelesen. Kann sein. Ein positiver Nebeneffekt, denn vor allem verbindet es. Wir sind einfach da. Früher, als Du noch jünger warst, kamst Du und hast es eingefordert, das Streicheln. Jetzt bist Du alt, liegst mehr als früher und wenn ich zu Dir komme, Dich zu streicheln, ist es gut. Die Haare sind weiß geworden und alles geht ein wenig gemächlicher von statten, als früher. Dabei kommt es mir vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass Du als kleiner, quirliger Welpe zu uns kamst.

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Die Zukunft ist vegan (3): Es kann keine nicht-vegane Zukunft geben

Vegan lebende Menschen sind ebenso wenig perfekt, wie alle anderen auch, aber sie haben eines begriffen – und das hängt wohl auch mit einer besonderen Verbindung zum Leben zusammen, nämlich, dass es möglich ist, die gegebenen Verhältnisse, soziale Bedingtheiten, vorgegebenen Gedankenbahnen, zu verlassen und eigene einzuschlagen. Dazu braucht es nichts weiter, als einen gesunden Mix aus Intelligenz, Kreativität und Durchhaltevermögen. Intelligenz hilft, die Dinge zu verstehen, sie zu begreifen, aber es benötigt einer gewissen Portion an Kreativität Vorgefertigtes zu zerlegen und neu zusammenzusetzen. Die Elemente bleiben die gleichen, weil wir nur die haben, die es gibt. In dem Fall Menschen und ihr Umgang mit der nicht-menschlichen Umwelt. Man zerlegt sie und setzt sie neu zusammen, so dass etwas Neues entsteht. Nicht unbedingt für die Gesamtheit, aber für die/den Einzelne*n.

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Die Zukunft ist vegan (2): Die Re-Biedermeierisierung der Gesellschaft

Bei der Beantwortung der Frage, warum jene, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen aller Lebewesen einsetzen, torpediert, angegriffen, diskreditiert und verunglimpft werden, spielen viele Aspekte eine Rolle. Zunächst sind es die gesellschaftlichen Bedingungen, die ihren Niederschlag in den politischen Verhältnissen finden. Der Mensch in der der bürgerlichen Gesellschaft dieser Tage ist mit jenem zur Zeit des Biedermeier vergleichbar, das die Zeitspanne zwischen dem Ende des Wiener Kongresses 1815 bis zum Beginn der bürgerlichen Revolution 1848 umfasst. Das Ideal dieser Zeit war die gemütliche, unpolitische Häuslichkeit. Politisch war sie geprägt von Spitzelwesen, Denunziantentum und Unterdrückung. Dieser Rückzug in die eigenen vier Wände, die Fokussierung auf den eigenen Nabel, findet auch heute wieder statt. Der große Unterschied besteht darin, dass die Überwachung viel einfacher ist, als damals. Metternich hätte seine helle Freude gehabt.

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