Weil es nicht egal ist

Es war an einem jener Tage, an denen ich mit dem Leben nicht zurechtkam. Das ist nicht weiters ungewöhnlich. Schon gar nicht bemerkenswert. Es unterläuft mir, mitunter. Doch diesmal hatte ich einen Grund. Sogar so einen, von dem auch andere akzeptieren würden, dass man mal mit dem Leben nicht zurechtkommt. Zumindest so lange die anderen nicht zu den ganz Strengen zählen, die ein so wohlgemeintes und unnötiges „Reiß Dich doch zusammen“ in ihrem Standardrepertoire führen und es jedem, der es hören will, unterjubeln. Auch denen, die es nicht hören wollen. Aber mein Grund war verdammt gut. Ich sah meine Ehe den Bach hinuntergehen, und so, wie es unmöglich ist das Wasser dazu zu bringen plötzlich bergauf zu fließen, so war es unmöglich noch einmal gegenzulenken. Oder doch? Hatte ich denn wirklich schon alles probiert?

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