Was Pelz wirklich bedeutet

Wir wissen alle, schon die Steinzeitmenschen haben Fleisch gegessen und sind deshalb so schlau geworden, so wie wir heute sind, so schlau, dass wir alles vernichten, was uns unterkommt. Sehr beeindruckend. Aber das ist nur die halbe Wahrheit, denn die Steinzeitmenschen, die doch in allem unsere Vorbilder sein sollten, trugen auch Pelz. Natürlich, denn Biobaumwolle und Hanffasern gab es noch nicht. Sie hatten also keine andere Wahl. Aber wie kam das Menschenweibchen zu ihrem Pelz, denn wir sind so gut informiert, dass wir wissen, nur die Menschenmännchen haben gejagt, während die Menschenweibchen zu Hause saßen und der Rückkehr der großen, starken Männchen von ihren Streifzügen harrten. So wie es den biologisch vorgegebenen Rollen entspricht. Männchen als Jäger – so pirschen sie sich heute im Supermarktregal an, unter Einsatz ihres Lebens, um die Styroporpackung zu ergattern und unter Aufbietung all ihrer Kräfte, nach Hause zu schleppen, während die Weibchen in der sicheren Wohnhöhle sitzen und auf die Beute warten. Aber wir schweifen ab, es geht ja um den Pelz.

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Fehlgeleitete Empörung

Millionen von Nerzen werden nun in Dänemark und in den Niederlanden vergast. Der Grund ist eine Variante des Covid-19-Virus, das bei den Tieren entdeckt wurde und auf den Menschen übertragbar ist. Sensationsberichte bleiben nicht aus und zieren die Titelblätter etlicher Zeitungen. Die Menschen lesen es und finden es schrecklich. „Was da nur mit den armen Tieren gemacht wird“, höre ich da, „Das ist doch so grausam die nun alle zu töten.“ Gerade dass nicht dazugesagt wird, wo sie doch so ein schönes Leben hatten. Ein sinnloser Tod.

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