Tiere befreien – Aktivist*innen entkriminalisieren

Vier junge, ambitionierte Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, nicht nur das Leid, das an jedem Ort zu jeder Zeit unseren nicht-menschlichen Mitgeschöpfen angetan wird, nicht zu ignorieren, sondern es darüber hinaus zu dokumentieren und an die Öffentlichkeit zu bringen. Was sie enthüllten, war so erschreckend wie ernüchternd zugleich. Tatort war die Excelsior Hog Farm in Abbotsford BC, Kanada, aber es hätte jeder x-beliebige andere Schweinestall in der sog. Nutztierindustrie sein können, wobei Kanada grundsätzlich als ziemlich fortgeschritten gilt. Was diese Aufnahmen zeigten war nicht nur, dass diese Tiere, gemartert in Kastenständen, wenn sie Junge hatten und dann weiters auf Vollspaltenböden, mit den bekannten Blessuren, Schnittwunden und Wucherungen. Daran haben wir uns in Österreich schon beinahe gewöhnt, nach über drei Jahren Kampagnenarbeit des VGT gegen Vollspaltenböden. Darüber hinaus sah man Tiere, die nicht einmal mehr gehen, nicht aufstehen konnten, so dass sie langsam starben, während die noch lebenden, bewegungsfähigen Artgenoss*innen die bereits toten, die einfach zwischen ihnen liegengelassen wurden, aufaßen. Sie verrotteten im Stall. Manche wurden in die Mülleimer geworfen. All das ist für diejenigen, die sich mit der Materie bereits auseinandergesetzt haben, nichts Neues. Trotzdem geht es noch schlimmer.

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Was man alles nicht sagen darf

Ich möchte noch einmal die Definition der von Veganismus der Vegan Society aus dem Jahre 1979 bemühen, nur um von vornherein eindeutig festzulegen, was die Grundlage für die folgenden Aussagen bildet:

„Veganismus ist eine Lebensweise, die versucht – soweit wie praktisch durchführbar – alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an leidensfähigen Tieren für Essen, Kleidung und andere Zwecke zu vermeiden; und in weiterer Folge die Entwicklung und Verwendung von tierfreien Alternativen zu Gunsten von Mensch, Tier und Umwelt fördert. In Bezug auf die Ernährung bedeutet dies den Verzicht auf alle Produkte, die zur Gänze oder teilweise von Tieren gewonnen werden.“

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Kein Fleisch aus dem Ausland

„Wir wollen kein Fleisch aus dem Ausland in unseren Supermarktregalen sehen!“ lautet der Tenor, „Auch nicht beim Metzger des Vertrauens, von dem man sowieso weiß, dass das Tier glücklich gelebt hat, davor, bevor es verwurstet und filetiert wurde. Weiß man alles. Den Tieren in Österreich geht es gut, sehr gut sogar. Schließlich gehören wir zu den Ländern mit den höchsten Tierwohlstandards auf der Welt, so wie es Frau Ministerin Köstinger, ihres Zeichens Landwirtschaftsministerin in unserem schönen Land, verlauten ließ. Und die muss es ja wissen. Also stimmt es auch. Denn Politiker*innen lügen nie.

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Lebendiger Abfall

Kuh und Kalb, Mutter und Baby in trauter Zweisamkeit auf der Weide, das ist es, was uns im Zusammenhang mit der Milch gerne gezeigt wird. Doch die Wahrheit ist eine ganz eine andere. Gerade geht – zum Glück – durch alle Medien das Schicksal der männlichen Kälber auf den Transportschiffen ElBeik und Karim Allah. Vor mehr als drei Monaten hatten beide Schiffe, die ElBeik mit 1.800 und die Karim Allah mit 900 Kälbern beladen den Hafen von Cartagena abgelegt. Trotz vorliegender Veterinärbescheinigungen, lehnten sowohl die türkischen, als auch die lybischen Behörden beide Schiffe ab, nachdem in Spanien ein Ausbruch von Blauzungenkrankheit festgestellt worden war. Was folgte, war eine dreimonatige Irrfahrt der beiden Schiffe quer durch das Mittelmeer. Letzte Woche kehrte die Karim Allah unverrichteter Dinge in den Hafen von Cartagena zurück. Alle überlebenden Kälber mussten notgeschlachtet werden, weil ihr gesundheitlicher Zustand so schlecht war, dass sie nicht weiter transportiert werden konnten. Ebenso wird es den verbleibenden 1.600 Rindern auf der ElBeik ergehen. 200 von ihnen sind bereits an Bord gestorben. Ausgeschlossen ist es dennoch nicht, dass diese Tiere als „fit for travel“ eingestuft und weiter transportiert werden. Das Bild, das der Animal Welfare Foundation zugespielt wurde, zeigt die Bedingungen unter denen diese Tierbabies seit drei Monaten ausharren müssen. Man kann erkennen, dass sie dicht stehen, dass sie sich nicht einmal hinlegen können. Es muss auch bezweifelt werden, dass sie ordentlich versorgt werden konnten, nachdem es sich um ein Schiff handelt, das ursprünglich für den Transport von Autos vorgesehen war und die Raumhöhe gerade mal 1,60 m beträgt. Es ist eines der himmelschreiendesten Unrechte, die begangen wurden und nach wie vor begangen werden.

Das Foto stammt von der Animal Welfare Foundation
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Lebendig in kochendem Wasser

“Ganz ruhig, es ist alles gut”, hörte Martinique eine vertraute Stimme, die wie aus weiter Ferne zu ihr drang, da sie den Sinn nicht fassen konnte, nur die Intention, “Du bist in Sicherheit, es kann Dir nichts passieren.” Langsam kam sie zu sich, da sie Christians Hände spürte, die eine, die sie hielt, die andere, die ihr sacht über die Stirn, die Wange strich. Es war wohl noch mitten in der Nacht, da sie ihn nur schemenhaft wahrnahm, als sie es endlich wagte die Augen aufzuschlagen.

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Milch ist Leid

Milch ist Leid, Krankheit, Mord & Tod
Milch zerstört Deine Gesundheit und das Leben der Kühe.
Es gibt einen Weltosteoporosetag.
Abnahme der Knochendichte.
Millionen Menschen sind betroffen.
Trinkt mehr Milch,
wird ihnen gesagt,
von Ärzten.
Warum ist der Anteil dann in Ländern so hoch,
in denen viele Milchprodukte konsumiert werden?
Weil es eine Lüge ist.
Man müsste es besser wissen.
Das Kalzium der Kuhmilch macht die Knochen kaputt.
Das sagen sie nicht.
Weil sie nicht wollen,
dass wir gesund sind.
Kranke Menschen sind gut fürs System.
Osteoporose ist gut,
für die Pharmaindustrie
für die Krankenhäuser
für die Ärzte
für die Milchwirtschaft
für die Industrie.
Gesunde Menschen bringen kein Geld.
Die Pharmalobby bleibt auf ihren Medikamenten sitzen.
Die Ärzte wären nicht ausgelastet.
Die Krankenhäuser hätten viel weniger Patienten.
Die Milchwirtschaft hätte keine Absatzmärkte.
Die Industrie müsste die Produktion drosseln.
Wir werden krank gehalten,
damit die Wirtschaft funktioniert.

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Qualprodukt Leder

Leder ist überall, sei es in Form von Schuhen, Taschen, Accessoires, Bekleidung oder Möbeln. Es ist ein Material, das als langlebig und robust gilt. Darüber hinaus ist es atmungsaktiv und angenehm zum Tragen. Dennoch ist Leder die Haut von toten Tieren.

„Wenn die Kühe geschlachtet werden, dann bleibt die Haut übrig und die wird dann zu Leder verarbeitet, so dass es eigentlich recht effizient ist“, lautet die immer noch vorherrschende Meinung und die Lederindustrie widerspricht nicht, denn es hört sich sehr vernünftig an. Wenn die Tiere schon geschlachtet werden, dann kann man doch nichts dagegen sagen, dass ihre Haut verwendet wird. Wäre es, wenn es denn stimmen würde.

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Weltmilchtag

In über 30 Ländern wird heuer zum 63. Mal der Weltmilchtag begangen, der von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) ins Leben gerufen wurde. Der Grund für die Einführung war, den Milchkonsum anzukurbeln. Um dieses Ziel zu erreichen, also letztlich mehr Profit, ist ihnen jedes Mittel recht. So werden Konsument*innen seit Jahrzehnten belogen und diese Lügen werden von den Adressat*innen gerne weiterverbreitet, ohne es überprüft oder auch nur darüber nachgedacht zu haben. Es ist gut und richtig, wenn man sich seine Meinung bildet und nicht blind vertraut, zumal man doch immer misstrauisch werden sollte, wenn es um handfeste finanzielle Interessen gibt. Dennoch hört diese Mündigkeit bei solchen Themen plötzlich auf und es werden die angegriffen, die versuchen die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen.

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Wohlfühlhormone

„Duavive“ heißt das Medikament, das ihr vom Arzt verschrieben wurde. Es stammt von der Pharmafirma Pfizer, deren Motto lautet, „Breakthroughs that change patients life“. Ein hehrer Anspruch, möchte man meinen, wobei niemand weiß in welche Richtung die Lebensveränderung geht oder welche Durchbrüche gemeint sind. Zumindest nicht in die Richtung der Verminderung von Tierleid, ganz im Gegenteil. Dieses unscheinbare Medikament, das bei Östrogenmangel nach der Menopause helfen soll, enthält angeblich nichts weiter als konjugierte Estrogene und Bazedoxifen. Hört sich harmlos an, ist es aber nicht. Deshalb schauen wir uns mal an, woher diese Östrogene kommen und wie sie gewonnen werden. Dazu hatte man bis 2012 keinen weiten Weg zu bewältigen. Jetzt muss man sich schon nach China, Kasachstan oder Polen begeben. Wobei in China alleine 90.000 Stuten stehen, von denen die Hormone gewonnen werden, weil die Wechselbeschwerden ja so lästig sind, ja beinahe lebensgefährlich. Es gibt auch andere Behandlungsmethoden, aber wer will das schon, wenn viele daran gut verdienen.

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Die Tragödie von Krefeld oder von der Doppelmoral, Heuchelei und Dekadenz in unserer Gesellschaft (2)

30 tote Affen in Krefeld. Gestorben bei einem Brand unter mysteriösen Umständen. Und eine ganze Nation scheint zu trauern. Die Medien, ob on- oder offline, stürzen sich wie die Geier auf diese Meldung. Denn das verspricht viel Aufmerksamkeit. Und tatsächlich ist die Rechnung aufgegangen. In den sozialen Medien scheinen sich die Menschen darin zu überbieten, wer mehr Mitgefühl und Trauer für diese armen Kreaturen aufbringen kann. Aufgerufen wird zu Mahnwachen und Trauerkundgebungen. Und sie folgen dem Ruf in Scharen. Natürlich, es ist schrecklich und eine Tragödie. Immerhin sind 30 Lebewesen umgebracht worden, die in diesen Stallungen gar nicht sein sollten, sondern vielmehr in ihrer Heimat, bei ihren Familien.

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