Erkenntnis ist irreversibel (1)

Rebekka wurde von ihren Freundinn*en mit Hochachtung und ihren Feind*innen mit Neid nur mehr Rebel genannt. Und das war sie auch, eine Rebellin. Schließlich war das ihre Aufgabe, so sah sie es zumindest. Mit 16 Jahren hatte man zu rebellieren, die Erwachsenen, sog. Autoritäten und Vorgesetzten, Würdenträger*innen und Amtsinhaber*innen über die Ränder ihrer wohltemperierten Einstellungsverkrustungen zu führen, in Frage zu stellen, was fraglos scheint, zu desavouieren, was unumstößlich anmutet und lächerlich zu machen, was so an Wertnostalgie in den Köpfen festzementiert ist. Wann sollte sie es denn sonst tun? Mit 26, wenn sie, eingespannt in Beruf und Familie, immer zu fürchten haben würde, dass sie jemanden vergrämte, die/der ihr das Leben schwer machen konnte. Nein, jetzt musste es sein, mit 16, ohne Abhängigkeiten und Verpflichtungen, ohne dem Ausgeliefert-sein an den guten Willen anderer. Sie erprobte sich im Aufstand, zivilen Ungehorsam und passivem Widerstand.

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Was man alles nicht sagen darf

Ich möchte noch einmal die Definition der von Veganismus der Vegan Society aus dem Jahre 1979 bemühen, nur um von vornherein eindeutig festzulegen, was die Grundlage für die folgenden Aussagen bildet:

„Veganismus ist eine Lebensweise, die versucht – soweit wie praktisch durchführbar – alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an leidensfähigen Tieren für Essen, Kleidung und andere Zwecke zu vermeiden; und in weiterer Folge die Entwicklung und Verwendung von tierfreien Alternativen zu Gunsten von Mensch, Tier und Umwelt fördert. In Bezug auf die Ernährung bedeutet dies den Verzicht auf alle Produkte, die zur Gänze oder teilweise von Tieren gewonnen werden.“

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