Geschwüre

Meine sehr verehrten Damen und Herren!

Die Begriffe gut-artig und bös-artig finden vor allem in der Medizin Anwendung. Wir kennen Krebsgeschwüre und andere. Krebsgeschwüre sind bös-artig. Andere gibt es, die sich als gut-artig erweisen, weil sie im Körper keinen nennenswerten Schaden anrichten, sondern eben auch da sind. Man kann sie entfernen, wenn man möchte, muss es aber nicht. Erstere, die Krebsgeschwüre, die bös-artigen, muss man radikal, also an der Wurzel packen, behandeln und für immer ausmerzen, was medizinisch nicht unbedingt immer leicht ist, z.B., wenn das Geschwür im Kopf sitzt. Diese medizinischen Fakten dienen allerdings nur als Schablone für Geschwüre, die in unserer Gesellschaft wuchern und ebenso gut-artig oder bös-artig sein können. Die Unterscheidung ist leicht zu treffen. Sind diese dazu angetan, der Gesellschaft und deren Verhältnissen, wie wir sie kennen und goutieren, Schaden zuzufügen oder nicht? Damit Sie wissen, was ich meine, hier ein paar Beispiele.

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Selbsternannte Tierschützer*innen

Interessant ist, dass mit dem Wort „Tierschützer“ in den meisten Fällen das Attribut „selbsternannt“ verbunden wird. Dass dies abwertend, diskriminierend und respektlos gemeint ist, ist jeder klar, die ein wenig Sprachgefühl hat. Doch was genau ist so abschätzig an dem Attribut „selbsternannt“? Das hänge wohl mit unseren gängigen Vorstellungen von Expertentum zusammen. Nur jemand, der etwas gelernt hat, darf sich fremdernannt nennen. Jede andere gibt sich selbst einen Titel, ohne, dass sie eine Ahnung hat, von dem, was sie tut. Sehr gerne wird dieser Begriff von Landwirt*innen und Jäger*innen oder anderen benutzt, die entweder am Tierleid verdienen oder daran Spaß haben.

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