Wie Konsument*innen getäuscht werden

Konsument*innen wollen – so wird immer wieder behauptet – wissen, wie es den Tieren geht, die sie essen bzw. deren Produkte sie konsumieren. Der Großteil der Menschen lehnt Massentierhaltung ab und hört nicht auf zu betonen, dass es ok ist Tiere zu schlachten und ihre Produkte auszubeuten, so lange es gut gelebt hat. Was auch immer ein gutes Leben bedeutet, so stellt sich natürlich die Frage, wie sieht man einem Produkt im Supermarkt an, wie das Tier lebte. Da liegt das billigste Fleisch neben dem teuren und sieht einfach gleich aus. Man hört weder die Schreie, man sieht nicht die Verletzungen und erkennt nicht den Schmerz. Alles fein säuberlich verpackt und nutzerfreundlich hergerichtet. Es ist austauschbar. Wie soll man den Personen, die reflektiert einkaufen wollen, den Unterschied so kurz und prägnant wie möglich erklären? Schließlich kann man keine Aufsätze dazuschreiben, denn die Menschen haben keine Zeit. Es sollte auf den ersten Blick klar erkennbar sein, was da gekauft wird.

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Unbetäubt

Es gibt kein Entrinnen, für sie nicht und auch nicht für all die anderen, hunderte ihrer Gefährt*innen. Von Anfang an hatte sie keine Chance, sie, und all die anderen, denn sie war als Schlachtvieh geboren worden. Es war beschlossen. Für sie wurde es beschlossen, dass sie auf die Welt kommen sollte, um ermordet zu werden. Zügig gemästet. Es dauert nur wenige Monate. Eine allzu kurze Lebenszeit. Aber deshalb war sie auf die Welt gekommen, um den Menschen zu dienen. Sie war ihr Eigentum, mit dem sie machen durften, was sie wollten. Mehr noch, Gott selbst hatte es sanktioniert, hatte gesagt, dass der Mensch mit den anderen Kreaturen verfahren dürfe, wie er wolle. Zumindest wird es behauptet.

Doch was ist das für ein Gott, der es gutheißt, dass andere Lebewesen grausamst massakriert werden? Was ist das für eine Religion, die es verlangt, dass unseren Mitgeschöpfen unnötige Qualen auferlegt werden?

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