Seltsame Kameraden

Immer und immer wieder hatte er sie angestupst. Doch sie hatte sich nicht gerührt. Dabei war es doch ihre Zeit, endlich ihren Unterstand zu verlassen und auf die Wiese hinaus zu gehen. Es war hell und sonnig, und wenn das Gras so mit Tau überzogen war, dann schmeckte es beinahe am besten. Aber all das schien sie nicht zu interessieren. Sie lag einfach da und rührte sich nicht. Deshalb blieb er bei ihr stehen, trotzdem das Gras und die Sonne ihn nach draußen lockten. Es war ihm egal, denn ohne sie konnte er nicht hinausgehen. So lange er sich in seinem Eselleben zurückerinnern konnte, waren sie gemeinsam hinausgegangen. Am Morgen. Und am Abend wieder zurückgekehrt. Vom ersten Tag an.

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Leid

Leid ist ein Wort, das wir in den verschiedensten Zusammenhängen bemühen. Doch was ist Leid? Was bedeutet es für die Betroffenen? Ich habe mich in dieser Episode bemüht, eine tragfähige Definition für Leid zu finden und diese auch zu erklären. Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen an hello@novels4u.com.

Hier kannst Du die Episode „Leid“ hören.

Vegan Wall – Die Botschaft verbreiten

Wer am Samstag um die Mittagszeit in der Linzer Innenstadt unterwegs war, konnte etwas Interessantes beobachten. Menschen standen im Abstand von einigen Metern voneinander entfernt und hielten Tafeln in Händen, die Botschaften trugen. Darüber hinaus gab es auch noch Zelte, die offenbar vertiefendes Informationsmaterial anboten. Doch worum ging es?

Um diese Frage zu beantworten gab es für die Unkundige zwei Möglichkeiten. Entweder ging sie zu einem dieser Menschen und fragte oder sie ging die Reihe der Botschafttragenden ab und versuchte sich aus diesen ein Bild zu machen. Je nach Temperament und Freude an Rätseln, aber auch Zeitbudget wählt man den einen oder den anderen Weg. Unsere Beobachterin entschied sich für beide. Das heißt, sie beschloss, die Reihe entlangzugehen, sich unterwegs bei den Ständen Kostproben zu holen, während sie sich ein Bild machte, um dann zuletzt eine der Aktivist*innen zu fragen, ob sie mit ihren Gedanken richtig lag oder nicht.

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Schlag die Veganer*innen

Veganerinnen sind Heuchlerinnen, denn sie verursachen sehr viel mehr Leid, als Fleischfresser*innen, so wurde mir gesagt, denn sie essen Ersatzprodukte. Wären sie ehrlich, würden sie direkt Fleisch essen. Außerdem sind sie dafür verantwortlich, dass der Regenwald abgeholzt wird und viele, viele Insekten sterben. Was es dazu aus veganer Sicht zu sagen gibt, erfahrt ihr in dieser Episode.

Hier kannst Du die Episode „Schlag die Veganer*innen“ hören.

Tiere retten ist nicht genug (1)

Tatjana hielt kurz inne, um sich zu vergewissern, ob sie richtig gehört hatte und um den Ursprung des Winselns zu lokalisieren. Dann sprintete sie los, durch den Torbogen in den Innenhof der Wohnhausanlage. Sie achtete nicht auf den schweren Rucksack, der auf ihren Rücken hin und her geworfen wurde, auch nicht auf ihr vor Angst pochendes Herz. Ja, sie hatte Angst davor, was sie entdecken würde. Das Winseln wurde lauter. Dann endlich sah sie es, fünf junge Burschen, die ein kleines Fellknäuel mit Steinen bewarfen. Dröhnendes Lachen begleitete ihr makabres Spiel.

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Wenn man denkt, dass das denkt

Der moderne Mensch nennt sich Homo sapiens, was soviel wie verstehender, verständiger, weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch bedeutet. Es heißt auch, dass dieser moderne Mensch mit all seiner Rationalität nicht nur die Krone der Schöpfung ist, sondern auch das größte Gehirn aller Primaten, unseren nächsten Verwandten hat, was ihn dazu befähigt eben jene Attribute zu erfüllen, die er sich selbst andichtet. Selbst die Philosoph*innen, die sich des Menschen angenommen haben, dessen Natur ergründen wollen, sind sich, je nach eigener Ausrichtung, in vielem uneinig, außer darin, dass der Mensch nicht nur Vernunft hat, sondern des Vernunftgebrauches fähig ist, sonst wäre es wohl müßig ihn dazu aufzufordern, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, wie Immanuel Kant es tut. Es ist eben auch jene Vernunft, die den Menschen von aller niederer Kreatur unterscheidet.

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Das Weihnachtswunder

Maria sah auf die Uhr und erschrak. „Schon so spät“, dachte sie, während sie die Sachen zusammenpackte, die sie für den Besuch bei ihren Eltern brauchte. Es war nicht viel, weil sie keine normalen Geschenke machte, wie es so schön heißt, sondern Selbstgemachtes. Sie mochte die Individualität und vor allem sich Gedanken zu machen, wozu man Dinge umfunktionieren konnte, die man selbst nicht mehr brauchte. In diesem Jahr waren ihr besonders schöne Stücke gelungen, war sie überzeugt. Dennoch kam es nicht von ungefähr, dass sie den Moment des Aufbruches so hinauszögerte, eigentlich bis zur letzten Minute. Jetzt konnte sie nicht mehr länger warten, bis sie den Gang zu ihren Eltern antrat, um mit ihnen Weihnachten zu feiern.

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Misshandlung aus Liebe – die alltägliche Qual unserer Haustiere

Grundsätzlich wissen wir Bescheid, über die Ausbeutung von sog. Nutztieren in der Industrie – und sind gerne bereit, es nicht gutzuheißen. Ganz anders sieht es aus, wenn wir uns die Situation unserer sog. Haus- oder Heimtiere ansehen, denn da kommen die verschiedensten emotionalen Befindlichkeiten mit ins Spiel, um uns einen freien Blick auf deren eigentliche Bedürfnisse zu verstellen.

Hier kannst Du die Episode „Misshandlung aus Liebe – die alltägliche Qual unserer Haustiere“ hören.

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Erkenntnis ist irreversibel

Warum sind ethisch motivierte Veganer*innen bloß so aufdringlich, radikal und extrem? Warum versuchen sie uns ständig, ihre Lebensweise aufzudrängen? Tun sie das? Vielleicht sollte man einfach anders fragen: Warum setzen sich diese Menschen so penetrant und hartnäckig für eine Welt ein, in der Leiden und Tod vermieden wird, wo es vermeidbar ist? Warum legen sie Wert darauf, dass alle Lebewesen in Freiheit und Glück einfach ihr Leben leben können? Ich möchte Euch in dieser Episode die Geschichte von Rebekka erzählen, die erkennt, wie viel Leid auch sie mitverursacht, und weil sie hinter diese Erkenntnis nicht mehr zurück kann, setzt sie sich ein, vielleicht radikal, aber auf jeden Fall konsequent, weil sie nicht mehr anders kann.

Hier kannst Du die Episode „Erkenntnis ist irreversibel“ hören.

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Unverhofft

Seit Stunden saß ich nun da und meine Gedanken drehten sich im Kreis. Unbedingt musste ich fertig werden. Der Termin hing wie ein Damokles-schwert über meinem Nacken. „Woher kommt überhaupt der Ausdruck ‚Damoklesschwert‘?“, ging es mir unvermittelt durch den Kopf, und sofort ging ich daran, es nachzuschlagen. Da hatte ich zumindest den Eindruck, etwas zu tun. Doch wem machte ich etwas vor? Mir selbst. Immer nur mir selbst. Tat so, als wäre das jetzt wichtig. Doch das war es nicht. Wichtig war die Arbeit, die fertig gemacht werden wollte, und ich kam keinen Schritt vorwärts. Wie ein Hund, der seinen Schwanz jagt, kam ich mir vor, und selbiger setzte sich nun auch noch vor mir hin und winselte. Verstohlen sah ich auf die Uhr. Er wollte raus, sich bewegen. Natürlich, es war höchste Zeit. „Ja, wir gehen gleich“, sagte ich beschwichtigend, aber halbherzig, „Ich mach das da nur noch schnell fertig, dann gehen wir. Das musst Du doch verstehen!“

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