Vegan ist Körperverletzung: Krankheitssystem

Vegan ist Körperverletzung, zumindest für die Fleisch-, Pharma- und Chemieindustrie. Deshalb sind sie auch die ersten, die es schaffen selbst Wissenschaftler oder Ärzte dafür zu gewinnen, die vegane Ernährung als ungesund darzustellen. Reißerische Überschriften dienen dazu vom eigentlichen Inhalt abzulenken, der sich dann oft als viel harmloser herausstellt, als es den Eindruck macht. Das ist selbstverständlich gewollt.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs gehören zu den sog. Volkskrankheiten, die dazu führen, dass uns regelmäßig vorgebetet wird, dass das Gesundheitssystem nicht mehr finanzierbar ist. Alleine die Dickleibigkeit und deren Folgekrankheiten kosten den österreichischen Steuerzahler rund 12 Milliarden Euro pro Jahr. Mittlerweile sind diese Krankheiten so normal, dass man sich ab einem gewissen Alter misstrauisch anschauen lassen muss, wenn man gesund ist. Dabei wäre es so einfach. Raus an die frische Luft statt Kaufhausduft, mehr soziale Kontakte statt Online-Frust und gesunde Ernährung. Aber wenn es tatsächlich so simpel wäre, warum wird es uns dann unterschlagen? Nun, ganz unterschlagen wird es nicht, nur nicht laut ausposaunt. Denn das Problem daran ist, dass letztlich niemand an gesunden Bürger*innen interessiert ist. Ganz im Gegenteil, verdienen kann man nur an kranken Menschen, ganz egal ob psychisch oder physisch. Am besten ist beides. Aber lassen wir uns einmal auf den Gedanken ein, dass die Menschen darauf hören und ihr Leben entsprechend umstellen würden. Was wären die Folgen?

Durch die gesunde Ernährung würden die Anzahl der Herz-Kreislauf-Erkrankten drastisch zurückgehen, so dass alle im Gesundheitswesen auf diesem Gebiet beschäftigten, plötzlich arbeitslos wären. Ärzte, die sich offiziell für die Genesung stark machen, wollen in Wahrheit kranke Menschen, gerade so krank, dass sie noch funktionieren, aber doch nicht ihrer Obsorge entbehren könnten. Im Anschluss an die Ärzte würden die Pharmakonzerne die Gesundung schmerzlich in ihren Bilanzen widergespiegelt finden, denn gesunde Menschen brauchen viel weniger Medikamente. Vielleicht besinnen sie sich bei manchem sogar der guten alten Hausmittelchen wie Zwiebel und Knoblauch, Ingwer und anderer Kräuter, die immense Power haben, aber von jedem im eigenen Garten angepflanzt werden können. Wohin dann mit all den Schmerzmitteln und Antibiotika, den Cholesterinsenkern und Benzos, die je nach Mode gegen Depression oder Borderline in Einsatz gebracht werden können? Gesunde Menschen sind das Schreckensbild jedes, auf Wirtschaftswachstum bauendes, System ab einer gewissen Entwicklungsstufe. Nun könnte die Pharmaindustrie sich immer noch ein wenig damit beruhigen, dass die meisten Medikamente nicht von Menschen eingenommen werden, sondern in der Intensivtierhaltung, immerhin fast 50 Tonnen Antibiotika allein in Österreich. Würden die Menschen jedoch ihren Fleischkonsum drastisch verringern oder vielleicht sogar ganz beenden, so wäre das ein harter Schlag für die Pharmaindustrie. Darüber hinaus hat die chemische Industrie mit massiven Einbußen zu rechnen, denn weniger Tiere in der Intensivtierhaltung bedeuten weniger Monokultur und dementsprechend verringerter Einsatz an Pestiziden.

Auf Seiten der Industrie gibt es deshalb nur Verlierer, würden die Menschen weitgehend gesund sein. Das macht es unabdingbar, dass die vegane Lebensweise verteufelt wird, gerade weil sie für den Menschen gut ist, ihn gesünder, energiegeladener werden lässt. Stimmt man in diese Unkenrufe ein und ist weder Fleischproduzent noch Aktionär einer Pharma- oder Chemiefirma, dann lässt man sich zum willenlosen Werkzeug einer korrupten Lobby machen, die alles dafür tut um uns krank zu machen und zu halten. Man könnte es auch als die Herrschaft und das Diktat des neoliberalen Kapitals bezeichnen. Darin besteht die wahre Körperverletzung, nicht nur an menschlichen, sondern an allen lebendigen Wesen, einschließlich der Erde. Sie gehen im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen, nur damit der Profit stimmt. Es ist allerhöchste Zeit uns aus dieser Herrschaft zu befreien und die wahren Diktatoren zu entmachten. Es wäre so einfach. Wir müssten bloß mit allem aufhören, was unsere Erde, unsere Mitgeschöpfe und uns selbst nachhaltig zerstört und hingegen alles tun, was dem Leben dient. Natürlich ist es eine Umstellung, aber eine aufregende, eine die uns aufblühen lässt und befreit zu wahrer Lebendigkeit und zu uns selbst.

2 Gedanken zu „Vegan ist Körperverletzung: Krankheitssystem

  1. Christopher

    Ich muss dir in Teilen widersprechen. Ich glaube wirklich nicht, dass die Ärzte absichtlich dafür sorgen, dass Menschen krank bleiben, statt an einer effektiven Heilung zu arbeiten. Es ist vielmehr so, dass es eine aktuell gültige Schulmedizin gibt. Sie wird an Universitäten gelehrt und durch die Pharma-Firmen unterstützt. Wenn man die Pharma-Unternehmen die Studien bezahlen lässt, und einem Arzt recht hübsche Prämien für das ein oder andere winken, dann ist das Interesse für andere Zweige oft nicht sehr ausgeprägt. Dazu kommt, dass man für Medizin oft sehr viel in sehr kurzer Zeit lernen muss. Wir haben gerade in der Medizin viele – Entschuldigung der Worte – Fachidioten sitzen, die sich in ihrem Gebiet wahnsinnig gut auskennen, aber wenig links und rechts schauen. Ich denke, dass wir bei 80% der Ärzten einfach von Überzeugungstätern reden. Dazu kommt noch eine gewisse Hybris. Schließlich haben sie viele Jahre ihren Beruf erlernt und nicht wie die „Quacksalber“ 3 Jahre „Kräuterkunde“ studiert.

    Jetzt ist das negativer geworden, als ich beabsichtigt habe. Ich denke, es ist ein grundsätzliches Problem in unserem System, dass die Neuen immer von den Alten lernen und selten etwas völlig abseits der Wege gefunden wird. In der Presse oder Astronomie findet sich dieses Phänomen auch.

    Zum Thema veganer Ernährung und den folgen von 5 Wochen konsequenter veganer Ernährung hat sich übrigens Stephan Wiesner geäußert. Ein Fotograf und IT-Fachmann, der normalerweise selten dazu seine Meinung äußert, aber aus meiner Sicht einen durchaus sehenswerten Beitrag gemacht hat.

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    1. novels4utoo

      Vielen Dank für den Kommentar und den YouTubeTipp. Hat mir gut gefallen, vor allem für Menschen, die sich mit der Materie noch nicht oder nicht richtig auseinandergesetzt haben. Ich denke, das ist sehr glaubwürdig. Was mir immer total wichtig ist, auch am Infostand, es muss mir keiner was glauben, probiert es einfach aus. Es ist ein Angebot und möglich.

      Danke auch für den Widerspruch – auch wenn ich nicht wirklich einen großen sehe. Du hast natürlich recht – es ist zu vereinfacht und Verallgemeinerungen sind immer falsch. Ich habe mittlerweile Ärtz*innen erlebt, die sich genau damit herumschlagen. Z.B. eine Kinderärztin, die den Müttern erzählen will, dass sie den Kindern nicht so viel Milch geben sollen, weil das verschleimt und mit dazu beiträgt, dass Kinder so oft krank sind. 14 Infekte pro Jahr gelten als normal. Und das ist Wahnsinn. Ich muss Dir völlig recht geben. Und ja, es ist im Endeffekt das System. Doch jedes System ist von Menschen gemacht und kann demnach auch nur von Menschen geändert werden. Zu dem System gehören auch die Krankenkassen, die Versicherungen und die Patient*innen, die ebenfalls inzwischen gewisse Erwartungen haben. Sog. Hausmittel kommen zwar wieder in Mode, aber die meisten wollen was verschrieben haben, dass sie schnell wieder funktionieren. Wir haben auch verlernt auf unseren Körper zu hören. Es wäre manchmal viel einfacher. Aber an den einfachen Dingen verdient niemand. Und darum geht es im Endeffekt, ums Geld.

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